Startseite
Icon Pfeil nach unten
Politik
Icon Pfeil nach unten

Krieg in der Ukraine: Das Update zum Ukraine-Krieg vom 17. Juli

Krieg in der Ukraine

Das Update zum Ukraine-Krieg vom 17. Juli

  • |
  • |
  • |
    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 17. Juli
    Das Update zum Ukraine-Krieg vom 17. Juli Foto: AZ Grafik

    Russland hat das Abkommen zur Verschiffung von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer gestoppt. Damit kommt der Transport von Millionen Tonnen von ukrainischem Getreide, vor allem Mais und Weizen, über den Seeweg zum Erliegen. Sobald alle russischen Forderungen für den Export seines eigenen Getreides erfüllt seien, kehre Moskau wieder zur Erfüllung der Vereinbarung zurück, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Russland besteht seit Beginn des Abkommens darauf, dass für seine Mitarbeit im Gegenzug westliche Sanktionen gelockert werden. Konkret hatte Moskau gefordert, dass seine staatliche Landwirtschaftsbank von den Sanktionen des Westens befreit wird.

    Für Länder in Afrika, im Nahen Osten und in Teilen Asiens sind die Ukraine und Russland wichtige Lieferanten von Weizen, Gerste, Sonnenblumenöl und anderen Nahrungsmitteln. Sie lieferten vor Kriegsbeginn im Februar 2022 fast ein Viertel der Getreideexporte weltweit. Wird das Getreideabkommen nicht verlängert, steigen die Preise wieder. Außerdem stellen die Getreideexporte für die Ukraine eine wichtige Einkommensquelle dar.

    Der Tag: Am Montag ist es zu einer Explosion auf der Kertsch-Brücke zwischen Russland und der von Moskau besetzten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim gekommen. Die rund 19 Kilometer lange Brücke auf die Krim war bereits im Oktober 2022 bei einer Explosion schwer beschädigt worden, wurde aber wieder repariert. Ende Mai räumte der ukrainische Geheimdienst erstmals eine Beteiligung an der Explosion ein. 

    Laut russischen Behörden seien bei dem Zwischenfall am Montag zwei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, in einer Videobotschaft mit. Russland sprach offiziell von einem "Terrorakt". Moskau machte ukrainische Geheimdienste dafür verantwortlich. Die Brücke sei am frühen Montagmorgen von Überwasserdrohnen attackiert worden, teilte das russische Anti-Terror-Komitee mit. "Wir kennen die Gründe und diejenigen, die hinter dem Terroranschlag stehen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut russischen Nachrichtenagenturen. "Das alles ist das Werk des Kiewer Regimes." Der ukrainische Geheimdienst bestätigte eine eigene Beteiligung zunächst nicht.

    Alle Nachrichten zum Verlauf des Krieges können Sie stets in unserem Liveticker nachlesen.

    Die Lage: 43.000 Frauen dienen in der ukrainischen Armee, direkt an der Front meist als Sanitäterinnen. Eine davon ist die 37-jährige Anita. Die Bilder der Zerstörung sind für Anita zum bedrückenden Alltag geworden. Schon 2014, als Russland den Krieg in den Donbas trug, hatte sie sich als Rettungssanitäterin bei einer Freiwilligenorganisation beworben. Die ausgebildete Physiotherapeutin begleitete zwei Jahre lang die Evakuierungen der Verwundeten aus dem Kampfgebiet. 2019 trat sie in die Territorialverteidigung ein. 

    Als am 24. Februar vergangenen Jahres Putin den Befehl zur groß angelegten Invasion auf die ganze Ukraine gab, meldete sie sich am ersten Tag zum Dienst. Zunächst verteidigte sei ihre Heimatstadt Charkiw, dann wurden Anita und ihre Einheit nach Bachmut verlegt. Ihre Aufgabe als Feldsanitäterin ist es, die Verwundeten so schnell wie möglich von der Front zum nächsten Stabilisierungspunkt zu bringen. Selbst von einer Verwundung lässt sie sich nicht zurückhalten. Anitas ganze Geschichte lesen Sie hier.

    Bild des Tages:

    Foto: Uncredited/AP, dpa

    Bei der Explosion auf der Krim-Brücke seien ein Mann und eine Frau in ihrem Auto gestorben, sagte der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, in einer Videobotschaft. Die Tochter des Paars sei verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden. Die Opfer stammten demnach aus dem russischen Gebiet Belgorod. 

    Das könnte Sie auch interessieren:

    Obwohl Erdoğan zusagte, den Weg für den Beitritt Schwedens freizumachen, soll das türkische Parlament jetzt erst im Oktober darüber abstimmen. Neuer Krach zeichnet sich ab.

    Knackpunkt Türkei: Nach dem Nato-Streit ist vor dem Nato-Streit

    (mit dpa)

    Damit Sie den Überblick behalten, wollen wir Sie in diesem Update am Abend über die wichtigsten Ereignisse informieren: Was ist am Tag passiert? Wie schätzen unsere Autorinnen und Autoren die Lage ein? Welche Auswirkungen des Krieges sind vor Ort in Bayern zu spüren? Um das Update regelmäßig zu erhalten, sollten Sie die Push-Meldungen aus unserer Redaktion abonniert haben. Dafür müssen Sie sich nur die App Augsburger Allgemeine News“ herunterladen (hier für Android-Nutzeruund hier für iPhone-Nutzer) und die Push-Mitteilungen abonnieren. Wenn Sie sich durch diese Zusammenfassung gut informiert fühlen, empfehlen Sie das Update zum Krieg in der Ukraine gerne weiter. Alle Folgen des Nachrichtenüberblicks finden Sie auf einer Sonderseite.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden