Der russische Angriffskrieg gegen das Nachbarland dauert inzwischen fast 16 Monate. Sowohl der Kreml als auch die Ukraine schwören ihre Truppen auf den Sieg ein. Doch die Gegenoffensive der ukrainischen Armee geht nur langsam voran – und auch der russische Präsident Wladimir Putin steht massiv unter Druck. Welche Folgen hat dieses militärische Patt für den weiteren Kriegsverlauf? Und warum kommen Selenskyis Soldaten nur langsam voran? Dazu gibt CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter seine Einschätzung ab. Magit Hufnagel berichtet: Warum der Frieden in der Ukraine in weiter Ferne ist.
Der Tag: Das ukrainische Militär hat offenbar eine wichtige Brücke zur von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim angegriffen. Das berichten zumindest die russischen Besatzer im Süden der Ukraine. Demnach ist die Tschonhar-Brücke beschädigt worden, die die Krim mit dem Gebiet Cherson verbindet. Sie könne aber repariert werden, schreibt der russische Besatzungschef von Cherson, Wladimir Saldo, am Donnerstagmorgen auf Telegram. Verletzt worden sei niemand. Er veröffentlichte auch Fotos, die kleinere Krater im Straßenbelag zeigten.
Bei ihrer Gegenoffensive gegen die russischen Besatzer setzen die ukrainischen Truppen derzeit wohl Marschflugkörper vom Typ Storm Shadow ein. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Auch aus Kiew gab es zunächst keine Stellungnahme. Tatsächlich hat aber Großbritannien der Ukraine Raketen dieses Typs zur Verfügung gestellt. Sie haben eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern und ermöglichen den Ukrainern auch Angriffe weit hinter die Front.
Die Tschonhar-Brücke ist eine von drei Anfahrtsrouten von der Krim ins nördlicher gelegene und ebenfalls zu Teilen okkupierte Gebiet Cherson. Beobachtern zufolge ist sie für die Russen ein wichtiger Weg, um die eigenen Truppen an der Front zu versorgen.
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Die Lage: Bundeskanzler Olaf Scholz hat vor dem Nato-Gipfel in Litauen bekräftigt, dass ein Beitritt der Ukraine zu dem Bündnis vor einem Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht infrage kommt. Das habe auch die ukrainische Regierung selbst festgestellt, sagte Scholz in seiner Regierungserklärung im Bundestag.
Die EU stellt der Ukraine weitere 1,5 Milliarden Euro Hilfe zur Verfügung. Mit dem Geld soll garantiert werden, dass das Land Löhne und Renten zahlen sowie Krankenhäuser, Schulen und Unterkünfte für Flüchtlinge aufrecht erhalten kann, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilt. Außerdem sollen Wasserversorgung, Straßen und Brücken wiederhergestellt werden. Seit Kriegsbeginn vor 16 Monaten erhielt die Ukraine von der EU mehr als 70 Milliarden Euro Hilfe.
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(mit dpa)
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