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Armes Deutschland? So steht unser Land wirklich da

Foto: dpa, Montage: AZ

Unverhohlen titelte das britische Magazin "The Economist" kürzlich: "Ist Deutschland der kranke Mann Europas?" Tatsächlich ist die Lage angespannt, aber nicht hoffnungslos.

Verbände und Ökonomen sehen schwierige Wirtschaftslage ARCHIV - 13.08.2023, Hamburg: Ein Containerschiff mit der Aufschrift "Cosco Shipping" liegt am Kai von Tollerort im Hamburger Hafen. Wirtschaftsverbände und Ökonomen sehen Deutschland in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage mit vielen strukturellen Problemen. (zu dpa: «Verbände und Ökonomen sehen schwierige Wirtschaftslage») Foto: Georg Wendt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wirtschaft

Foto: Georg Wendt, dpa

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Die deutsche Wirtschaft steckt in einer Flaute. Anders als im Rest Europas erholt sie sich nur schlecht von den durch Corona-Krise und Ukraine-Krieg ausgelösten Tiefs. Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass Deutschland die einzige Volkswirtschaft unter mehr als 20 untersuchten Staaten und Regionen ist, in der die Wirtschaftsleistung dieses Jahr leicht sinken wird. Die Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern ist entsprechend gedrückt, Wirtschaftsverbände sprechen schon von Deindustrialisierung und fordern staatliche Hilfen. Dennoch warnt Bundeskanzler Olaf Scholz davor, die Krise in Deutschland größer zu reden, als sie seiner Meinung nach ist. „Das Gerede vom ,kranken Mann’ ist übertrieben“, sagt auch Clemens Fuest, Chef des Münchner Ifo-Instituts. Auch Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, meint, Deutschland habe wirtschaftlich „goldene 2010er-Jahre“ gehabt und sei heute global sehr wettbewerbsfähig: „Deutschland könnte jedoch wieder zum kranken Mann Europas werden, wenn es seine Stärken jetzt nicht klug nutzt (…).“ 

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