Newsticker
Türkei blockiert Nato-Beitrittsgespräche mit Finnland und Schweden
  1. Startseite
  2. Politik
  3. Neuer CSU-Generalsekretär: Martin Huber ist Nachfolger von Stephan Mayer

CSU-Generalsekretär
06.05.2022

Martin Huber wird neuer CSU-Generalsekretär

CSU-Chef Markus Söder stellt den neuen CSU-Generalsekretär vor: Es ist der Altöttinger Abgeordnete Martin Huber.
Foto: Peter Kneffel, dpa

Die CSU hat kurz nach dem Rücktritt von Generalsekretär Stephan Mayer einen Nachfolger gefunden. CSU-Chef Markus Söder stellte Martin Huber am Freitagmittag in München vor.

Markus Söder stand unter Druck - und er hat geliefert: Nach dem überraschenden Rückritt von CSU-Generalsekretär Stephan Mayer gab er bereits am Freitag den Nachfolger bekannt. Martin Huber wird den wichtigen Posten übernehmen.

"Es war keine leichte Woche für die Partei und für mich persönlich. Wir schauen aber nach vorne und stellen uns neu auf. Ich habe eine zeitnahe Lösung versprochen und die ist gefallen. Ich habe mit vielen Menschen gesprochen und in die Partei hineingehorcht. Heute habe ich dem Parteivorstand einen Vorschlag unterbreitet, der einstimmig und mit einer großartigen Resonanz angenommen wurde. Das freut mich sehr", verriet CSU-Chef Söder bei der Vorstellung von Huber.

Martin Huber spricht von "großer Ehre"

"Es ist eine große Ehre und eine große Aufgabe. Ich bin seit 25 Jahren aktiv und für die Partei unterwegs. Ich komme aus der Basis und daher ist das eine große Ehre. Ich bin schon intensiv dabei, die Basis einzubinden. Die Herausforderung ist nach Corona entsprechend groß. Ich freue mich auf die Aufgabe. Ich bin jemand, dem die moderne Themen wie Umwelt und Ökologie besonders am Herzen liegen", stellte sich Huber vor.

Die Hauptaufgabe des neuen Generalsekretärs wird es sein, eine erfolgreiche Landtagswahl der CSU vorzubereiten und den Wahlkampf zu führen. "Wo so vieles auseinanderdriftet, da braucht man eine starke Volkspartei. Ich glaube, dass wir so gebraucht werden wie nie zuvor. Die CSU steht dafür, dass sie Menschen verbindet. Sie steht für Bayern wie sonst keine. Bayern steht gut da und das ist nicht ganz zu trennen mit der Partei. Ich kann es kaum erwarten, gleich loszulegen", gab sich Huber bereit für die Aufgabe.

Mayers Rücktritt kam für Söder zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam. Erst im Februar hatte er Mayer eingesetzt, mit dem Ziel, dass dieser die CSU fit für den Landtagswahlkampf im kommenden Jahr macht. Nun musste er sich kurzfristig einen neuen Wahlkampf-Manager suchen. Bei der Vorstellung Hubers wirkte er sichtlich erleichtert.

Video: dpa

Söder nennt Mayer-Rücktritt eine "menschliche Tragödie"

Söder war wenige Tage zuvor bei der PK noch emotional gewesen. "Es ist ein bitterer Tag, ich bin persönlich sehr betroffen. Ich hatte mit Stephan Mayer gestern ein langes und persönliches Gespräch. In diesem hat er mich eindrücklich gebeten, ihn aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt zu entbinden. Es geht ihm tatsächlich nicht gut", hatte Söder den Rücktritt von Mayer kommentiert und diesen eine "menschliche Tragödie" genannt.

Lesen Sie dazu auch

Vorausgegangen war dem Rücktritt des 48-Jährigen auch ein Skandal. Mayer hatte einem Reporter des Magazins Bunte mit "Vernichtung" gedroht, nachdem dieser berichtet hatte, dass Mayer einen achtjährigen Sohn habe, für dessen Unterhalt er nicht aufkomme.

Söder hatte das Verhalten Mayers bei einer kurzen, aber emotionalen Pressekonferenz nach dessen Rücktritt scharf kritisiert: "Offenkundig hat es nach Berichterstattung eines oder mehrere Gespräche zwischen Stephan Mayer und einem Journalisten gegeben. Die dabei gefallenen Worte sind in keinster Weise zu akzeptieren und völlig unangemessen. Das ist kein Umgangsstil. Es ist aber sehr schade und dahinter steht eine menschliche Tragödie. Ich wünsche ihm gute Besserung. Es wäre nicht unsere Wortwahl gewesen, wir waren über diese erschüttert. Das ist nicht der Stil der CSU und meiner sowieso nicht. Stephan Mayer kann sich an die Worte nicht genau erinnern, sieht das aber auch so, falls diese so gefallen sind."

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.