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Privates und staatliches Kapital: was kann der Tropenfonds leisten?

Frage der Woche

Was kann der neue Regenwald-Fonds leisten?

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    Der Regenwald am Amazonas: extrem wichtig fürs Klima, aber enorm unter Stress.
    Der Regenwald am Amazonas: extrem wichtig fürs Klima, aber enorm unter Stress. Foto: Jorge Saenz/AP/dpa

    Im Kampf um den Erhalt der Regenwälder geht die Weltgemeinschaft einen ungewöhnlichen Weg. Bei der Klimakonferenz im brasilianischen Belem haben sich rund 50 Länder auf den Aufbau eines Fonds geeinigt. Mit staatlichem und privatem Kapital soll er jedes Jahr mehrere Milliarden Euro erwirtschaften, die dann in den Schutz der Tropenwälder fließen, den grünen Lungen der Erde.

    Regenwald-Fonds: 100 Milliarden Euro für den Umweltschutz

    Deutschland steuert dazu auf zehn Jahre verteilt eine Milliarde Euro bei. Brasilien und Indonesien, zwei Länder mit großen, gefährdeten Regenwäldern, haben jeweils 900 Millionen Euro zugesagt. Aus Norwegen kommen sogar drei Milliarden Euro.

    Insgesamt sollen in den kommenden Jahren mehr als 100 Milliarden Euro in den Fonds mit der etwas sperrigen Abkürzung TFFF fließen, das steht für Tropical Forest Forever Facility und bedeutet übersetzt: Tropischer-Regenwald-Fonds für die Ewigkeit. Etwa ein Viertel des Kapitals kommt nach den bisherigen Plänen aus staatlichen Kassen, den Rest sollen private Investoren bereitstellen.

    Bei einer jährlichen Rendite von sieben Prozent könnte der rund sieben Milliarden Euro jährlich erwirtschaften, die je zur Hälfte an die privaten Investoren und an die Länder ausgeschüttet werden, die ihre Regenwälder erhalten. Er wird von der Weltbank verwaltet und agiert wie ein normaler Investmentfonds an den Kapitalmärkten.

    Die Idee dahinter: Wer seinen Tropenwald schützt, erhält Geld aus dem Fonds, wer ihn weiter zerstört, geht leer aus oder muss im Falle eines Falles bereits ausgezahlte Gelder wieder zurückzahlen. Überprüft werden soll das mithilfe von Satellitenbildern.

    Der Regenwald schrumpft dramatisch – kann ein Tropenwald-Fonds dagegen helfen?

    Die Regenwälder am Amazonas, in Zentralafrika oder Südostasien speichern klimaschädliche Treibhausgase in enormen Mengen, sie kühlen das Klima durch die Verdunstung von Wasser und sind zudem Heimat zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten.

    Wilderer, Elfenbein- und Tropenholzhändler, Goldschürfer, Viehbarone mit riesigen, hungrigen Herden und eine rasant wachsende Bevölkerung, die immer mehr Feuer- und Bauholz benötigt, gefährden allerdings nicht nur die Artenvielfalt, sondern den Regenwald insgesamt.

    Alleine im vergangenen Jahr hat die Welt etwa 6,7 Millionen Hektar Regenwald verloren – das entspricht in etwa der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

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