Russlands Präsident Wladimir Putin hat offenbar Angst vor einem Anschlag und vermeidet es deshalb zu fliegen. Wie die oppositionelle Rechercheplattform Dossier Center berichtet, reist er bereits seit Beginn der russischen Kriegsvorbereitungen gegen die Ukraine fast nur noch mit einem gepanzerten Zug. Diesen nutze er vor allem, um zu seinen Residenzen, etwa in Waldai, zu gelangen. Putin habe Angst, dass er in einem Flugzeug leichter zu orten wäre, weil Passagierdaten bei Flügen leichter von Luftüberwachungssystemen erfasst werden könnten. Zudem fürchte er einen Flugzeugabschuss.
Putins Panzerzug wurde bereits vor Jahren vorbereitet
Der silber-rote gepanzerte Zug kann kaum von den in Russland üblichen Personenzügen unterschieden werden – zumindest optisch. Der Zug sei speziell ausgestattet. Es gebe einen Schlafwagen, ein Büro und einen Wagen für abgeschirmte Kommunikation. Auf dem Dach sollen sich mehrere Gehäuse mit Funkantennen befinden. Die Fahrten werden so geplant, dass der Panzerzug ohne Zwischenstopps mit Höchstgeschwindigkeit fahren kann.
Laut dem Bericht des Dossier Center dürfen nur der russische Präsident und der Premierminister den Zug nutzen. Dieser soll bereits in den Jahren 2014 und 2015 für Putin vorbereitet worden sein und zu einem Unternehmen von Juri Kowaltschuk, einem alten Freund des Präsidenten, gehören. In der Öffentlichkeit zeigt sich Putin fast nie in seinem Panzerzug. Zuletzt hätte man ihn 2012 in einem Vorgängermodell gesehen.
Bahnhof soll für Putins Panzerzug umgebaut worden sein
Laut dem russischen Portal Sota soll für den Zug in Moskau ein Bahnhof umgebaut worden sein. Inzwischen soll es dort einen "VIP-Saal" und einen Besprechungsraum geben. Die Umbauten sollen vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine stattgefunden haben.