Angesichts der drohenden Gefahr einer erneuten Verschlechterung der Coronapandemie im kommenden Herbst und Winter sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) heute in Berlin, dass Bund und Länder sich gut auf eine neue Lage in der Pandemie vorbereiten würden. Nach dem Treffen mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sagte Scholz, dass der Sommer wohl als gute Verbesserung der Lage wahrgenommen werde.
Doch im Herbst und Winter könnten dann wieder andere Voraussetzungen gelten, so der Kanzler. "Deshalb ist die klare Verabredung, dass wir uns genau auf diesen Moment vorbereiten", sagte Scholz. "Wir haben jetzt Sommerreifen drauf, wenn ich das Beispiel so wählen darf. Es geht darum, dass wir die richtigen Winterreifen bereit haben, wenn es darauf ankommt. Und falls es eine sehr eisige Landschaft wird, brauchen wir dann vielleicht auch noch weitere Möglichkeiten, um dann sicher voranzukommen."
Olaf Scholz zu Corona: Schulschließung möglichst vermeiden
Das Expertengremium und der Krisenstab würden Vorschläge machen. Auf diesen aufbauend werde man sich gegenseitig eng abstimmen. Dann sollten alle Handlungsmöglichkeiten, die gebraucht würden, auch zur Verfügung stehen. Welche Handlungsmöglichkeiten das konkret sein könnten ließ Scholz auch auf Nachfrage offen. Er wolle den Beratungen nicht vorgreifen. Er betonte aber, dass es flächendeckende Schließungen von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen nicht mehr geben solle.