„Ich bin überzeugt, dass die Parteien die Mittel sinnvoll einsetzen werden, um die wichtigsten Zukunfts-Themen für Deutschland voranzutreiben“, sagt Eric Demuth, der Gründer der Kryptobörse Bitpanda, über seine Großspende im Wahlkampf. Und das Vertrauen braucht er auch. Denn es ist eine ganze Menge Geld, das sein Unternehmen den Parteien überlassen möchte. Insgesamt 1,75 Millionen Euro wird die Bitpanda GmbH spenden – je 500.000 Euro an CDU, SPD und FDP sowie 250.000 Euro für die CSU.
Damit ist das Unternehmen der zweitgrößte Spender in diesem Wahlkampf. In den vergangenen zwölf Monaten hat nur einer mehr gespendet: der Elektrounternehmer Thomas Stanger. Der zahlte insgesamt fast fünf Millionen Euro an das BSW. Das geht aus einer Veröffentlichung des Bundestages hervor. Seit 2024 müssen die Parteien jede Einzelspende von mehr als 35.000 Euro der Bundestagspräsidentin melden. Zuvor lag die Schwelle bei 50.000.
Auf Platz drei der größten Spender liegt die Deutsche Vermögensberatung mit 1,25 Millionen Euro (davon 700.000 an die Union, 350.000 an die FDP und je 100.000 an SPD und Grüne). Andere bekannte Großspender im vergangenen Jahr waren beispielsweise die BMW-Erben Stefan Quandt und Susanne Klatten oder der Musiker Henning May von der Band Annenmaykantereit.
Im Wahlkampf dürfen sich die Parteien über besonders viele Spenden freuen
Die Union darf sich aktuell über die meisten Spenden freuen. Im Jahr 2024 und Januar 2025 kassierten CDU und CSU insgesamt etwa sieben Millionen Euro – und damit gut zehnmal so viel wie die Kanzlerpartei SPD. Die Sozialdemokraten dagegen wurden selbst von der nicht im Bundestag vertretenen Europapartei Volt übertrumpft. Die erhielt mehr als eine Million Euro – fast doppelt so viel wie die Sozialdemokraten. Unter den ehemaligen Ampel-Parteien profitierte am stärksten die FDP mit etwa 3,7 Millionen Euro.
In Wahlkampfzeiten dürfen sich die Parteien in der Regel über besonders viele Spenden freuen. So schossen die Zahlungen nach dem Ampel-Aus im vergangenen Jahr plötzlich in die Höhe. Und in diesem Wahlkampf sind die Summen besonders hoch. Während des vergangenen Wahlkampfs im Jahr 2021 nahmen die Parteien rund 12,4 Millionen Euro über Großspenden ein. Selbst wenn man aufgrund der Regeländerungen die Spenden zwischen 35.000 und 50.000 Euro herausrechnet, haben die Parteien diese Summe bereits überschritten. Damit sind sie auf dem besten Weg, dieses Jahr eine Rekordsumme einzunehmen.
Neben den Spenden finanzieren sich die Parteien in Deutschland außerdem über Mitgliedsbeiträge und Geld vom Staat. Letzteres darf laut Parteiengesetz die Summe der selbsterwirtschafteten Beträge aber nicht überschreiten.
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