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Truppenabzug: Auf Trumps Drohungen gibt es nur eine Antwort

Kommentar

Trump droht, Berlin zittert: So kann es nicht weitergehen

Michael Stifter
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    Der Ton wird rau: US-Präsident Donald Trump (links) und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich in Sachen Iran-Krieg überworfen.
    Der Ton wird rau: US-Präsident Donald Trump (links) und Bundeskanzler Friedrich Merz haben sich in Sachen Iran-Krieg überworfen. Foto: Guido Bergmann, dpa

    Noch ist nichts passiert, noch ist nichts entschieden. Und es wäre ja nicht die erste Drohung aus dem Weißen Haus, die sich später dann doch als Bluff entpuppt. Und doch regiert in Deutschland – mal wieder – die Nervosität. Mit der Ankündigung, mindestens 5000 US-Soldaten abzuziehen, erinnert Donald Trump die Bundesregierung schließlich brachial daran, wie sehr die Sicherheit Europas noch immer von seiner persönlichen Laune abhängt.

    Steht der Truppenübungsplatz Grafenwöhr wirklich auf dem Spiel?

    Wie viele amerikanische Streitkräfte hier stationiert sind, ist dabei gar nicht so entscheidend. Die Truppenstärke der Vereinigten Staaten in Europa variiert ohnehin ständig – auch unabhängig von Trumps regelmäßigen Wutausbrüchen. Standorte wie der moderne Übungsplatz im bayerischen Grafenwöhr oder das Luftwaffen-Drehkreuz Ramstein in Rheinland-Pfalz sind für die Amerikaner zudem strategisch derart wichtig, dass die US-Militärs sie kaum ohne Widerstand aufgeben würden. Überhaupt scheinen viele Generäle immerhin ein letzter Hort des abwägenden Pragmatismus in der so oft irrlichternden Trump-Administration zu sein. Also mehr Gelassenheit wagen? Ganz so einfach ist es leider nicht.

    Europa muss konsequenter seine Verteidigungskraft stärken

    Denn sicherheitspolitisch gravierender ist, dass die USA auch die Stationierung von Mittelstreckenraketen abgesagt haben. Über diese verfügt die Bundeswehr nicht. Solange Europa die eigene Verteidigungsfähigkeit nicht endlich fundamental stärkt, bleibt es erpressbar. Es werden zwar gigantische Summen investiert, allerdings nicht immer zielgerichtet und schnell genug. Und wenn weiterhin jede politische Äußerung, die dem Egozentriker in Washington gerade einmal nicht in den Kram passt, gleich zum Sicherheitsrisiko für ein ganzes Land zu werden droht, ist es kein Wunder, dass in Berlin die Nervosität regiert.

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