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US-Zwischenwahlen: Liegt Trumps letzte Hoffnung jetzt in Kuba?

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US-Zwischenwahlen: Liegt Trumps letzte Hoffnung jetzt in Kuba?

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    Noch immer prangt das Antlitz von Fidel Castro an kubanischen gebäuden
    Noch immer prangt das Antlitz von Fidel Castro an kubanischen gebäuden Foto: Ramon Espinosa/AP, dpa

    Für seinen harten Kuba-Kurs bekommt US-Präsident Donald Trump unverhoffte Unterstützung. Ausgerechnet Sandro Castro (33), Enkel des 2016 verstorbenen legendären Revolutionsführers Fidel Castro, beerdigte im TV-Sender CNN die Eckpfeiler der kubanischen Idee: „Ich glaube, die Mehrheit der Kubaner möchte Kapitalisten sein, keine Kommunisten.“

    Einmal in Fahrt sägte Sandro Castro, der seinen umstrittenen luxuriösen Lebensstil nicht verheimlicht, auch gleich am Stuhl von Kubas Machthaber Miguel Díaz-Canel „Meiner Meinung nach leistet er keine gute Arbeit, denn schon vor langer Zeit hätte er viele Dinge tun müssen, die nicht richtig umgesetzt wurden und uns heute schaden.“

    Charmeoffensive des Castro-Enkels Richtung Washington

    Einem Durchschnittskubaner würde bei solchen Aussagen ein paar Jahre Gefängnis drohen. Aber Sandro Castro stammt aus dem politischen Hochadel des Landes. Und dass er so mit einem US-amerikanischen Medium spricht, ist ohne das Wissen und die Erlaubnis von Raul Castro (94), Fidels Bruder und zwischenzeitlichem Nachfolger, eigentlich undenkbar.

    Insofern könnten die Aussagen von Sandro Castro im US-Fernsehen auch als eine verklausulierte Rücktrittsaufforderung an Díaz-Canel zu verstehen sein. Raul Castros eigener Enkel verhandelt derzeit mit Washington, es soll auch um eine personelle Neuausrichtung gehen. Und genau darauf wird in Washington in diesen Tagen sehnlichst gewartet.

    Castros Aussagen sind eine indirekte Unterstützung für den Kurs von Trump und Kubas Außenminister Marco Rubio, dessen Eltern einst selbst aus Kuba in die USA auswanderten. Rubio erklärte zuletzt immer wieder, das kubanische System und die Führung funktionierten nicht.

    Zieht bald die Marktwirtschaft in Kuba ein

    Es müssten tiefgreifende Veränderungen her. Fidel-Neffe Sandro Castro zeigt nun ein mögliches Szenario auf: ein marktwirtschaftliches System, aber mit eigener Souveränität. Und Investoren aus den USA.

    Zuletzt hatten die US-Amerikaner die Ölblockade gegen Kuba gelockert. Ein russischer Öltanker wurde nicht daran gehindert, die Karibikinsel anzulaufen. Er bringt dringend benötigten Treibstoff für die maroden Kraftwerke. Die Ölblockade hatte die ohnehin schon dramatische Versorgungslage auf der Insel noch weiter verschärft. Und hatte Washington international einige Kritik eingebracht, denn Leidtragende der Blockade ist die Zivilbevölkerung.

    In Venezuela könnte es freie Wahlen geben

    Indes trafen sich US-Außenminister Rubio und Venezuelas Friedensnobelpreisträgerin Maria Corina Machado zu einem vertraulichen Gespräch. Es ging um einen Zeitplan für demokratische Wahlen in Venezuela. Bislang hat sich Washington vor allem um die Absicherung der eigenen Rohstoffinteressen im ölreichsten Land der Welt gekümmert. Anders als Trump ist der konservative Hardliner Rubio allerdings auch ein öffentlicher Verfechter einer Demokratisierung Venezuelas. Machado bezeichnete anschließend das Treffen als „hervorragend“ und dankte Rubio für sein „Engagement für Demokratie, Freiheit und das Wohlergehen des venezolanischen Volkes“.

    Die Hoffnungen, die USA könnten auch einen demokratischen Übergang forcieren, haben sich zur Enttäuschung vieler Hunderttausend Exil-Venezolaner in den USA bislang aber nicht konkretisiert. Vor den Zwischenwahlen im Herbst braucht das Trump-Lager angesichts der vielen derzeit offenen Konflikte aber dringend vorzeigbare Erfolge. Eine klare Route mit Wahlterminen und der Zusage, dass mit Machado die mit weitem Abstand populärste Politikerin im Land dann auch auf dem Wahlzettel stehen darf, dürfte insbesondere viele enttäuschte Latino-Wähler in den USA versöhnen.

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