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Warum die Bundesregierung den Wohnungsbau zur Chefsache machen muss

Kommentar

Der Wohnungsbau muss Chefsache werden!

Stefan Küpper
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    Steigende Zinsen drohen die erhoffte Erholung im Wohnungsbau zu stoppen.
    Steigende Zinsen drohen die erhoffte Erholung im Wohnungsbau zu stoppen. Foto: Patrick Pleul, dpa (Archivbild)

    Nachdem eine Bundesregierung nach der anderen ihre Wohnungsbauziele reißt, ist fast jeder Vorschlag, der Besserung versprechen könnte, zunächst willkommen. Ob aber eine „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ wirklich dazu führt, dass mehr, schneller und günstiger gebaut wird? Eher nicht. Gut ist, dass sich der Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) selbst des Themas annimmt und damit signalisiert, dass die Misere am Wohnungsmarkt höher priorisiert wird als bisher.

    Der Bau-Turbo der Regierung ging in die richtige Richtung

    Schlecht ist aber, dafür ein nächstes Bundesunternehmen zu gründen, selbst, wenn dieses explizit keine Behörde sein soll und richtige Ansätze verfolgt. Aber: Zahlreiche staatliche Wohnungsbau- und Fördergesellschaften im föderalen Deutschland haben in den vergangenen Jahren nicht erreicht, dass substanziell mehr und bezahlbarer Wohnraum entstand. Auch am Bau gilt wie in fast allen Wirtschaftszweigen: Lieber Vorschriften einfacher machen, Verwaltungsvorgänge beschleunigen, konsequent digitalisieren und nicht das nächste Instrument schaffen, das sich ineffektiv im föderalen Kompetenz-Zirkus im Kreis dreht. Der Bau-Turbo der Regierung ging in die richtige Richtung. Eine neue Gesellschaft mutet, soweit bekannt, eher wie ein Bremsklotz an.

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