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Warum Donald Trumps Wille zur Macht nicht zu unterschätzen ist

Kommentar

Rede zur Lage der Nation: Trump ist noch lange nicht fertig mit den USA

Stefan Küpper
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    Feierte sich fast zwei Stunden selbst: Donald Trump bei seiner State-Of-The-Union-Rede.
    Feierte sich fast zwei Stunden selbst: Donald Trump bei seiner State-Of-The-Union-Rede. Foto: Kenny Holston/Pool The New York Times/AP, dpa

    Die Europäer, und alle anderen, die US-Präsident Donald Trump für eine multiple Zumutung halten, werden gerade wieder rückfällig. Sie lassen sich gehen. Die Hoffnung, dieses alte Fieber, ist zurück. Hoffnung darauf, dass im November, wenn in den USA die Zwischenwahlen anstehen, Trumps Republikaner in Senat und Repräsentantenhaus so stark verlieren, dass ihr Anführer zur lahmen Ente würde. Abstürzende Umfragewerte, die noch immer zu hohen Verbraucherpreise, die Zoll-Klatsche des Supreme Court und der wachsende Widerstand gegen seine brutale Migrationspolitik imaginieren einen Silberstreif am demokratischen Horizont, der zur Selbsttäuschung verführen kann.

    JD Vance steht schon bereit

    Wenn diese längste State-of-the-Union-Rede, die je ein US-Präsident gehalten hat, aber eines zeigt, dann doch das: Dieser Mann, der sich in der Einbildung seines goldenen Zeitalters fast zwei Stunden feiert, wird kaum freiwillig von der Macht lassen. Und falls doch, steht die verschärfte Variante schon bereit. JD Vance wird vom vielen hingebungsvollen Applaudieren noch eine Weile Muskelkater haben, aber 2028 ist er sicher erholt. Dann zählt es. Die Demokraten aber sind weit davon entfernt, einen alternativen Politikentwurf gemeinsam zu vertreten. Abgerechnet wird zum Schluss.

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