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Winfried Kretschmann spricht über Erfolge, Herausforderungen und Abschied

Interview

„Das war eine Grundlage meines Erfolgs“: Winfried Kretschmann zieht Bilanz

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    Winfried Kretschmann im Gespräch mit Jens Schmitz und Theo Westermann.
    Winfried Kretschmann im Gespräch mit Jens Schmitz und Theo Westermann. Foto: Tanja Mori Monteiro

    Herr Ministerpräsident, von welcher Frage hätten Sie sich in Ihren drei Amtsperioden gewünscht, dass sie Ihnen mal jemand stellt?

    WINFRIED KRETSCHMANN: „Wie wollen Sie das finanzieren?“ Es wird kaum mehr nach der Finanzierbarkeit von Vorhaben gefragt. Ich nehme grundsätzlich eine Haltung wahr: Geld hat da zu sein, weil etwas wichtig ist. Aber auch gute Dinge müssen finanzierbar sein. Man muss fragen, wo man dafür etwas Unwichtiges kürzt. Das habe ich manchmal vermisst.

    In Ihrer Ägide war nicht wenig Geld da. Ist es einfacher, ein reiches Bundesland zu regieren, oder birgt das auch Risiken?

    KRETSCHMANN: Zunächst ist es einfacher: Sie haben einfach mehr Gestaltungsspielraum. In Krisen wird es schwieriger. Wenn man den Leuten etwas wieder nehmen muss, was man in guten Zeiten gegeben hat, fällt es einem auf die Füße. Es ist leichter, etwas nicht zu geben, als etwas zu nehmen. Das ist der Fluch des Reichtums. Fehler macht man, wenn es einem gut geht: Man erhöht Standards temporär, statt sie nachhaltig zu finanzieren. In Deutschland wurde viel mit der Gießkanne verteilt, ohne Nachhaltigkeit und Infrastrukturerhalt im Blick. Das rächt sich. 

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