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Ausflugstipp: In Freising kann man von der Kunst zum Bier wandern

Ausflugstipp

In Freising kann man von der Kunst zum Bier wandern

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    Das Rathaus von Freising passiert man auf dem Weg zur ältesten Brauerei der Welt.
    Das Rathaus von Freising passiert man auf dem Weg zur ältesten Brauerei der Welt. Foto: Adobe Stock

    Das gibt's wohl nur in Freising, dass man auf zwei Bergen von der Kunst zum Bier kommen kann. Vom Stadtzentrum aus führt ein ausgeschilderter Weg hinauf auf dem Domberg. Allein schon der romanische Dom mit der Krypta und dem Asam-Barock ist ein Augenschmaus.

    Und dann erst das neu gestaltete Diözesanmuseum im ehemaligen Knabenseminar. Eine Schatztruhe religiöser Kunst und mit mehr als 40.000 Exponaten eines der größten kirchlichen Museen der Welt. Allein für die klug in Szene gesetzte Ausstellung bräuchte man reichlich Zeit. Aber da ist ja auch noch eine andere Attraktivität, die Menschen von weither nach Freising lockt: In der ehemaligen Hauskapelle hat der amerikanische Lichtkünstler James Turrell einen überwältigenden Meditationsraum gestaltet. „Chapel for Luke and his scribe Lucius the Cyrene“ hat er ihn genannt – in Anspielung auf das „Freisinger Lukasbild“, eine prächtige Ikone von 1400. Mit Licht und sanft wechselnden Farbkombinationen sorgt der Künstler für ein Gefühl der Unendlichkeit – eine fast mystische Erfahrung, die noch lange anhält. 

    Wissenswertes über Freising

    Parken Park & Ride am Bahnhof

    Diözesanmuseum. Geöffnet Die bis So 11 bis 18 Uhr. Die Installation von James Turrel ist von 11 bis 12 und 14 bis 15 Uhr begehbar. Eintritt 8 Euro: www.dimu-freising.de

    Weihenstephan. Die Brauereiführung mit Bierverkostung kostet für Erwachsene 16 Euro, für Jugendliche acht Euro. Möglich ist sie Mo und Mi um 10 Uhr, Die um 11 Uhr und nur nach Anmeldung unter info@weihenstephaner.de, www.weihenstephaner.de

    Trotz aller Widrigkeiten blieb die Braukunst in Freising

    Weiter geht's ganz weltlich – nach einer längeren Wanderung über die Freisinger Altstadt und die Oberstadt. Auf dem Weihenstephaner Berg steht die älteste Brauerei der Welt. Der Ursprung des Bieres liegt allerdings im Benediktinerkloster, das um 725 gegründet wurde. Offiziell ging es mit dem Bierbrauen im Jahr 1040 los, nachdem der Abt von der Stadt Freising das Brau- und Schankrecht erhalten hatte. Das Kloster wurde über die Jahrhunderte immer wieder zerstört, geplündert und wieder aufgebaut - die Braukunst blieb.

    Zum "Ursprung des Bieres“ kommt man bei einem Besuch des Brauereimuseums. Heute ist Weihenstephan ein weltweites Zentrum der Brautechnologie. Und im Bräustüberl oder im Biergarten mit den schönen Kastanien kann man testen, wie gut das Bier mundet zum Beispiel zum Obazden, der angeblich hier erfunden wurde. Wer danach noch Lust und Zeit hat, sollte sich die schön gestalteten Lehr- und Demonstrationsgärten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf nicht entgehen lassen. Noch bis 31. Oktober sind sie zugänglich – kostenlos.

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