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Skisaison 25/26: Die Neuheiten in Ischgl, Sölden, Zillertal, Kappl

Skisaison 2025/26

Nicht nur in Ischgl und im Zillertal gibt es viele Neuigkeiten für Wintersportler

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    In Ischgl gibt es rund um die Idalp und den Höllboden viele Neuerungen.
    In Ischgl gibt es rund um die Idalp und den Höllboden viele Neuerungen. Foto: Kirill Gorlov - stock.adobe.com

    Der multiplen Krise und dem Klimawandel zum Trotz: In den Bergen haben zahlreiche Skigebiete zuletzt sehr ordentlich verdient und für den kommenden Winter wieder kräftig investiert. So gibt es in den Alpen zahlreiche Liftprojekte, die zum Start der Skisaison 2025/2026 fertiggestellt werden sollen. Wir stellen die interessantesten vor.

    Zillertal Arena: 1200-Meter-Sprung zur Rosenalm

    Von Zell am Ziller schwingt sich das größte der vier Skigebiete im Zillertal hoch zum Gerlospass und auf der anderen Seite wieder herunter ins salzburgische Krimml. In einem mehrjährigen Projekt wird die gesamte Skischaukel runderneuert. In den Vorjahren brachten bereits fünf neue Bahnen die Skifahrer komfortabler und fixer von den Höhen über Zell ins Gebiet von Gerlos und zurück. Ab diesem Winter geht es nun direkt aus Zell am Ziller in nur 13 Minuten mit der neuen Rosenalm-Kabinenbahn komfortabel knapp 1200 Höhenmeter hoch ins Skigebiet.

    Ischgl/Samnaun: Alles neu am Höllboden

    Ein paar Winter lang hat sich die Ski- und Partyhochburg Ischgl im Paznauntal auffällig zurückgehalten mit Bergbahn-Neubauten. Doch jetzt geht es Schlag auf Schlag: Zur neuen Saison eröffnen gleich zwei Highspeed-Sesselbahnen rund um den westlich der großen Pistendrehscheibe Idalp gelegenen Höllboden. Zum einen kommt an der Bergstation auf knapp 2400 Meter die neue Höllbodenbahn an. Gegenüber geht es ebenso modern weiter - mit der neuen Achtersesselbahn Sassgalun. Nächsten Sommer soll mit der neuen Höllkarbahn Richtung Palinkopf die dritte und letzte Bergbahn aus dem Höllboden erneuert werden, bevor vor dem übernächsten Winter mit der Silvrettabahn die Ischgler Hauptschlagader ein General-Update erhält.

    In Sölden kommen jetzt Skifahrer und Skifahrerinnen schneller in Richtung Rettenbachferner.
    In Sölden kommen jetzt Skifahrer und Skifahrerinnen schneller in Richtung Rettenbachferner. Foto: Patrick Steiner, Sölden

    Sölden: Schneller zum Gletscher und zurück

    Eins kann man der Söldener Bergbahn und ihrem umtriebigen Chef Jakob „Jack“ Falkner nicht vorwerfen: dass sie irgendwann einmal Ruhe gäben mit der Erschließung ihres Skibergs. Für den neuen Winter soll es wieder hoch hinaufgehen: Zwei neue Achter-Sesselbahnen beschleunigen die Verbindung vom Winterskigebiet zum Gletscher. Von den sanften Pisten des Giggijoch schwingt sich die neue Sesselbahn „Silberbrünnl“ samt Einstiegsförderband, Hauben und gewaltiger Kapazität von 3800 Personen pro Stunde hoch zum Rotkogl. Nach kurzer Abfahrt geht es dann mit der ebenfalls neuen Einzeiger-Sesselbahn genauso fix weiter zur letzten Station vor dem Rettenbachferner, dem Gletscher-Express. Auf dem Weg zurück ins Tal werden die Skifahrer eine pfiffige Pistenneuerung vorfinden: Die beiden Hauptabfahrten 22 und 7 berühren sich nun zu einem Pistenkreuz und erleichtern so vielen Urlaubern den Weg auf Ski zurück ins Hotel.

    Kappl: Blumenbahn befördert jetzt Skifahrer

    Das gibt es auch nicht alle Tage: Die neue Diasbahn im Tiroler Skigebiet Kappl hat bereits ein drittes Leben. Zunächst war sie von der Herstellerfirma Doppelmayr auf der „Floriade Expo 2022“ in Almere (Niederlande) an den Start gebracht worden und dann noch einmal 2023 bei der Bundesgartenschau in Mannheim. Nach so viel Flachland-Erfahrungen soll es jetzt für die kommenden mindestens 30 Jahre keine weiteren Umzüge mehr für die Bahn geben. Die Diasbahn bringt die Kappl-Gäste vom Tal hoch ins bis zu 2700 Meter hohe Hauptskigebiet unter den Alblittköpfen.

    Garmisch-Classic: Ein Hoch auf die Kinder

    Sportlich-anspruchsvoll ist der Großteil der Skiabfahrten im Pistenrevier von Garmisch-Partenkirchen. Doch an wenigstens einer Stelle gibt sich Deutschlands Skiort Nummer eins himmlisch-sanft. Am Kreuzwankl oberhalb vom Hausberg und dem legendären Après-Ski-Spot Drehmöser 9, surrt ab der neuen Saison eine nagelneue Achtpersonen-Sesselbahn. Der Kreuzwankl-Ski-Express löst seinen nicht selten überforderten Vorgänger auf der gleichen Strecke ab und reduziert zudem die Fahrtzeit von vier auf drei Minuten. Kinderfreundlich ist der höhenverstellbare Einstieg spendiert, damit die Skizwergerl bequem auf den Sitz kommen.

    Winklmoosalm/Steinplatte: Mehr Komfort am Bäreck

    Auch das grenzüberschreitende Skigebiet zwischen dem bayerischen Reit im Winkl und dem Tiroler Dorf Waidring meldet für die kommende Skisaison eine spannende Neuerung: Von Deutschland aus gesehen ganz links auf der Tiroler Skigebietsseite löst die Sechsersesselbahn Bäreck den laut Bergbahn „in die Jahre gekommenen“ Vorgänger ab. Die Strecke bleibt ebenso unverändert wie die insgesamt sehr sportliche Skiabfahrt. Die Kapazität erhöht sich allerdings deutlich, ebenso der Komfort, denn mit der neuen Bahn gibt es Wetterschutzhauben, Komfortsitze mit Sitzheizung und eine Fahrzeit von etwas weniger als sieben Minuten.

    Fassatal: Die kleinere Gondel ist jetzt stabiler

    Alpenweit ist die Zeit der gigantischen Großraumgondelbahnen vorbei. Wo immer möglich, werden sie durch kleinere und flexiblere Kabinenbahnen ersetzt. So erging es jetzt auch der gerade mal 20 Jahre alten 125-Personen-Riesengondel von Campitello im Fassatal hoch zum Col Rodella auf 2395 Metern Seehöhe. Zum neuen Winter musste sie einer 3-S-Kabinenbahn weichen. Die mag mit ihren gerade mal 30 Personen Fassungsvermögen nicht ganz so spektakulär aussehen wie der Vorgänger, aber sie verdoppelt die Kapazität auf fast 2200 Personen pro Stunde und läuft zudem auch bei starken Winden dank ihrer Dreiseiltechnik ruhig wie auf Schienen.

    Die Skifahrer und Wintersportlerinnen haben in Zermatt das Matterhorn nun besser im Blick.
    Die Skifahrer und Wintersportlerinnen haben in Zermatt das Matterhorn nun besser im Blick. Foto: Valentin Flauraud, dpa

    Zermatt: Neue Lust aufs Gifthittli

    Die historische Gornergratbahn ist einer der Top-Attraktionen von Zermatt. Von kaum irgendwo sieht man das weltberühmte Matterhorn (4478 m), den Berg aller Berge, besser. Für Skifahrer kaum weniger spannend ist die Abfahrt vom Gifthittli, dessen Name übrigens nicht auf gefährliche Substanzen, sondern auf einen historischen Souvenir-Shop („Gift Shop“) aus dem 19. Jahrhundert verweist. Die zugehörige Seilbahn, wichtige Verbindung vom Rothorn zum Gornergrat, musste im vergangenen Sommer einem Neubau weichen - einer der ersten Achtersesselbahnen der Schweiz.

    Flims-Laax: Die neue Gondel kommt auf Zuruf

    Im Schweizer Skigebiet Flims-Laax-Falera setzt man seit zwei Jahren auf eine komplett andere Seilbahntechnik, auch bei der neuen Gondelbahn FlemXpress. Bei ihr hängen sich die autonom in der Station wartenden Gondeln nur noch auf Zuruf und bei Bedarf ans Seil. Die Technologie nennt sich Ropetaxi, sie spart laut Betreiber mehr als die Hälfte Energie. Ein Schnäppchen ist die Anschaffung allerdings nicht: Die Bergbahngesellschaft investiert stolze 80 Millionen Franken. In den vergangenen Wintern wurden bereits die Sektionen Flims–Foppa, Foppa–Startgels sowie die Stationen Segnes und Nagens Sura fertiggestellt. Nun wurde auf der 2,3 km langen Strecke von Segnes nach Cassons die alte Seilbahn „Alp Naraus-Cassonsgrat“ aus dem Jahr 1956 durch die modernen Gondeln des „FlemXpress“ ersetzt. Auch auf der Verbindung zwischen Fuorcla und dem Crap Masegn und auf dem Abschnitt zwischen Fuorcla und Vorab pendeln nun die neuen Hightech-Gondeln.

    Skigebiet Les 3 Vallées: Drei neue Bahnen für die drei Täler

    Das größte Skigebiet der Welt umfasst sagenhafte 600 Pistenkilometer in Frankreichs savoyischen Alpen. Von den mehr als 150 Bergbahnen wurden für dieses Jahr vier ziemlich wichtige modernisiert. So schwingt sich nun die Zehnerkabinenbahn „Face Nord“ anstelle zweier alter Sesselbahnen hinauf zum Glacier de Thorens auf 3000 Meter Höhe - das bedeutet auch für die Gäste aus dem Skiort Orelle eine deutliche Verbesserung der Rückfahrt. Auch im mittleren der drei Täler surrt eine neue Bahn: die Zehnergondel „Rhodos 1 & 2“ ab der Talstation in Méribel Richtung Col de la Loze und Courchevel. Und auch das dritte Tal, das von Courchevel, erhielt mit der Zehnergondel „Chenus“ einen zeitgemäßen Neubau, der zwei museumsreife Bahnen ab Courchevel-Morions Richtung Chenus und weiter zum Col de la Loze ersetzt.

    Söllereck im Allgäu: Der Höllwieslift läuft wieder an

    Fünf Winter stand der Höllwieslift am Söllereck bei Oberstdorf still. Jetzt geht der Schlepplift in der Saison 2025/26 wieder in Betrieb. Der traditionsreiche Lift aus den 70er Jahren konnte in großen Teilen recycelt werden. Der Einstieg wurde nach oben verlegt, ansonsten verläuft der Lift auf der Originaltrasse. Mit der Wiedereröffnung von zwei Pisten gewinnt das Söllereck zudem zwei Kilometer an Pisten dazu.

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