Wer kennt es nicht? Der Nachwuchs steht gebannt vor dem Bauzaun der nächstgelegenen Baustelle und so leicht kommt man da dann auch nicht mehr wieder los. Bagger, Kran und Walze üben einfach eine wahnsinnige Anziehungskraft aus. Das allseits bekannte Schild „Betreten der Baustelle verboten! – Eltern haften für ihre Kinder!“ weist dann darauf hin, was unumgänglich ist. Rein darf da selbstverständlich keiner von den kleinen Baufans. Im Kindermuseum in München hingegen ist das Betreten der Baustelle für Kinder aber ganz explizit erwünscht.
Im Kindermuseum München können die Kleinen mitanpacken
Bis zum 22. Februar 2026 können Mädchen und Jungs hier um die Wette bauen bei der Ausstellung „Bau mit!“ und ganz nach dem Motto „Bau Dich schlau!“. Und das Beste daran: Keiner wird schmutzig, denn Matschepampe gibt’s hier nicht!
Was man als Erstes lernt, wenn man die verschiedenen Bereiche im Museum durchforstet: Bauen ist nicht gleich Bauen. Beginnen lässt es sich da zunächst einmal mit dem Bau einer Leonardo-Brücke, die hält nämlich ganz ohne Nägel und Kleber. Sie wird so zusammengesteckt, dass die Spannung die Brücke zusammenhält. Erfinder derselbigen war kein Geringerer als Leonardo da Vinci. Mit stolz geschwellter Brust präsentieren die Kinder nach dem Bau der Brücke, der durchaus etwas Tüftelei erfordert, ihr Endprodukt.
Im Architekturbüro des Kindermuseums Häuser gestalten
Danach geht es dann gleich weiter an den Massivbau, bei dem massive Mauersteine das Gewicht des ganzen Hauses tragen. Hier können die Mädchen und Jungs kleine Häuser bauen mit ebenso kleinen Ziegelsteinen. Und wie wäre es damit, gleich im Anschluss den Bau mit Scheiben auszuprobieren? Hier baut man die Wände nämlich aus großen Scheiben oder Platten, die aus Stahlbeton oder Holz bestehen.
In der „Bau mit!“-Ausstellung lässt sich das ebenfalls in Miniatur auf einer Rüttelplatte testen, auf der man auch gleich kontrollieren kann, wie stabil das Ganze ist. Im Architekturbüro können die Kinder dann wieder selbst ans Werk, ihr eigenes Haus kreieren und dann auch mit nach Hause nehmen. Ausgestattet mit Helm und Warnweste geht es anschließend schon weiter in den nächsten Baubereich. Schon fast wie ein richtiger Bauarbeiter!
Ganz normale Bauklötze fehlen nicht im Kinderbüro
Kleinere Kinder können sich derweil mit Spielzeugkran, -kipplaster, -bagger und –tieflader austoben. Ganz normale Bauklötze dürfen natürlich auch nicht fehlen. Und beim Anblick der Frauenkirche wird schnell klar, dass so eine Stadt nicht nur aus Wohnhäusern besteht. Nebenbei können die kleinen Besucher herausfinden, woher Wasser, Strom oder auch das Internet kommen oder wie Licht und Farbe Räume verändern können.
Das Kindermuseum in München ist gerade die perfekte Anlaufstation für alle, die ihre Baustellenbegeisterung nach Herzenslust ausleben wollen.
Adresse: Kindermuseum München, Willy-Brandt-Allee 10, 81829 München
Öffnungszeiten: Außerhalb der Ferien Donnerstag von 14 Uhr bis 17 Uhr, Freitag von 14 Uhr bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr. In den Ferien: Dienstag bis Sonntag 10 Uhr bis 17 Uhr und freitags bis 19 Uhr. Montags geschlossen.
Preise: pro Person ab 4 Jahren 5,50 Euro, Familienticket 16 Euro (bis zu 5 Personen, davon maximal 2 Erwachsene, jede weitere Person dann 4,50 Euro)
Barrierefrei: Das Kindermuseum München ist barrierefrei zugänglich.
Altersbeschränkung: Das Museum empfiehlt die Ausstellung ab 4 Jahren. Kleinere Kinder haben aber auch ihre Freude daran.
Weitere Informationen: www.kindermuseum-muenchen.de
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