Herr Watteler, Ihre Hingabe als Fotograf gilt den Gipfelkreuzen. Was fasziniert Sie so daran?
LUDWIG WATTELER: Früher habe ich in Köln gewohnt. Mit Bergen hatte ich so gut wie nichts am Hut. Vor circa 35 Jahren bin ich aus beruflichen Gründen nach München gezogen. Und wenn die Alpen vor der eigenen Haustüre sind, dann rufen sie einen früher oder später. Inzwischen bin ich Fachübungsleiter für Bergsteigen im Sommer und Schneeschuh-Bergsteigen im Winter. Einen ganz zentralen Moment im Hinblick auf meine Fotografien gab es vor vielen Jahren im Winter auf der Brecherspitze. Der Berg war fast komplett weiß. Am Gipfel war ich vom Anblick des in Schnee gehüllten Gipfelkreuzes wie elektrisiert. Ich habe dessen Geometrie sofort erkannt und verstanden, wie spannend die Perspektive ist. Meine Bilder sollen die Einzigartigkeit dieser Formen einfangen.
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