Der andauernde Krieg im Iran treibt die Ölpreise in die Höhe und lässt viele Aktienkurse fallen. In Deutschland machen sich die Auswirkungen vor allem an den Zapfsäulen bemerkbar, die Spritpreise sind seit Beginn des Krieges am 28. Februar 2026 merklich angestiegen. Andere Länder kämpfen mit ähnlichen Problemen, beispielsweise Griechenland. Das kann sich auch auf die Urlaubsplanung auswirken, etwa bei einer Reise nach Kreta. Die griechische Regierung will nun aber verhindern, dass Urlauberinnen und Urlaubern höhere Preise drohen.
Kosten im Kreta-Urlaub: Griechische Regierung will Touristen entlasten
Die Regierung um den griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis hat ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, das die Auswirkungen des Iran-Krieges abfedern soll. Davon berichtet unter anderem businessdaily.gr. Demnach sollen die Maßnahmen im April und Mai 2026 gelten und den griechischen Staat rund 300 Millionen Euro kosten.
„Unser Ziel ist es, dass sich der Anstieg der Produktionskosten nicht auf die Produktpreise auswirkt“, zitiert die griechische Newsplattform Mitsotakis. Die Auswirkungen des weltweiten Ölpreisanstiegs auf die Lieferkette, den Warenverkehr und die landwirtschaftliche Produktion sollen begrenzt werden. Das kommt auch Urlauberinnen und Urlaubern zugute, da so Preiserhöhungen in Restaurants, gastronomischen Betrieben und Geschäften verhindert werden könnten.
Im Zentrum des Pakets steht eine Subvention für Diesel von 16 Cent pro Liter, die zunächst vom 1. bis zum 30. April gelten soll. Die Spritpreise sollen insgesamt sogar um etwa 20 Cent fallen. Eine gute Nachricht für alle Kreta-Touristen, die die Insel mit einem Mietwagen erkunden möchten. Laut kathimerini.gr waren die Spritpreise in Griechenland seit Beginn des Krieges im Iran um etwa 25 Cent auf rund zwei Euro pro Liter gestiegen. Auf Inseln wie Kreta sind die Spritkosten in der Regel höher als auf dem Festland.
Werden Flüge nach Kreta wegen des Iran-Krieges teurer?
Das Maßnahmenpaket der griechischen Regierung soll Urlauberinnen und Urlauber auch auf anderen Wegen entlasten. So sollen die Fährunternehmen mit einer Ausgleichszahlung unterstützt werden, wie businessdaily.gr berichtet. Die Voraussetzung: Die Fährbetreiber müssen nachweisen, dass sie die Preise auf dem Niveau des Vorjahres halten. Dadurch soll die touristische Attraktivität sichergestellt werden, wie Mitsotakis erklärte.
Die Flüge nach Kreta könnten unterdessen teurer werden. „Im Moment geht der Kerosinpreis nach oben. Wenn das auf diesem Niveau bleibt, wird sich das über die Zeit auch auf die Reisepreise auswirken“, erklärte Christoph Debus, Chef des Reiseveranstalters Dertour, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Demnach lassen sich Kostensteigerungen auf zukünftige Buchungen nicht ausschließen, sollten sich aber zunächst in Grenzen halten.
Wichtig zu wissen: Im Zuge des Iran-Krieges ist auch Kreta im Fokus. Grund ist der US-amerikanische Marinestützpunkt Souda Bay auf der Insel. Allerdings wurde Kreta bislang nicht Ziel von iranischen Raketen – und das Auswärtige Amt (AA) hat keine Reisewarnung für Kreta ausgesprochen.
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