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Gardasee: Taucher macht erschreckende Entdeckung – sie könnte einen alten Vermisstenfall lösen

Vermisstenfall

Gardasee: Taucher macht erschreckende Entdeckung – sie könnte einen alten Vermisstenfall lösen

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    Ein Taucher im Gardasee. Bei einem Tauchgang wurden im Februar 2026 menschliche Überreste im größten See Italiens entdeckt.
    Ein Taucher im Gardasee. Bei einem Tauchgang wurden im Februar 2026 menschliche Überreste im größten See Italiens entdeckt. Foto: Rechitan Sorin, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Ein Taucher hat Ende Februar 2026 am Grund des Gardasees menschliche Überreste entdeckt. Davon berichtet die Trentiner Tageszeitung l‘Adige. Bei seinem Tauchgang befand er sich in der Nähe von Nago-Torbole, einem Ort am Nordzipfel des größten Sees Italiens. Die Lage der Gebeine legt offenbar nahe, dass durch ihren Fund ein Vermisstenfall aufgeklärt werden könnte, der bereits mehr als ein halbes Jahrhundert für Rätsel sorgt.

    Leichenfund am Gardasee: Erinnerungen an einen tragischen Unfall vor 53 Jahren

    Der Taucher meldete seinen Fund bei den Behörden, die sofort Ermittlungen aufnahmen. Laut l‘Adige nehmen sie an, dass es sich bei den Überresten um die Knochen von Sergio Tamburini handelt, der seit rund 53 Jahren als vermisst gilt. Der Lastwagenfahrer aus Arco, einer Gemeinde im Trient, soll am 26. Mai 1973 bei einem Verkehrsunfall in den Gardasee gestürzt sein. Damals war er 37 Jahre alt.

    Der Unfall hatte sich auf Höhe des Corno di Bò ereignet. Gegen 23.00 Uhr soll Tamburini mit seinem Lkw bei einer Halbkurve mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert sein, als er versuchte, einen Pkw zu überholen, der am Straßenrand stand. In der Folge stellte sich laut l‘Adige heraus, dass dem Auto der Sprit ausgegangen war und sich der Fahrer zu Fuß auf den Weg zur nächsten Tankstelle gemacht hatte.

    Der 41 Jahre alte Fahrer des entgegenkommenden Autos soll laut l‘Adige noch beim Aufprall gestorben sein. Tamburinis Beifahrer, der 30 Jahre alte Egidio Ducati Carloni, stürzte mit ihm in den See. Bei einer Suchaktion wurde Carlonis Leiche wenige Tage nach dem Unfall geborgen, der Verbleib von Tamburini blieb rätselhaft. Seit dem tragischen Unfall hatte es zwar immer wieder Versuche gegeben, die Leiche des verunglückten Fahrers aus dem Gardasee zu bergen. Doch alle Suchaktionen, wie die letzte im November 2018, blieben erfolglos.

    Behörden glauben, dass der Vermisstenfall am Gardasee gelöst werden kann

    Nach 53 Jahren könnte der Vermisstenfall nun doch noch zu den Akten gelegt werden – und für die drei Kinder, die Tamburini hinterlassen hatte, könnte es Gewissheit geben. Die Zeitung l‘Adige berichtet, dass die Behörden wenig Zweifel daran haben würden, dass es sich um die Überreste des Vermissten handelt. Der Fundort würde klar dafür sprechen.

    Die Behörden haben eine Bergung der Gebeine in die Wege geleitet. Sobald diese gelungen ist, soll laut l‘Adige ein DNA-Test durchgeführt werden, um herauszufinden, ob der Vermisstenfall tatsächlich geklärt ist.

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