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Traumschloss am Gardasee steht zum Verkauf: Warum wollen die Liechtensteiner Royals ihr Domizil loswerden?

Gardasee

Traumschloss am Gardasee steht zum Verkauf: Warum wollen die Liechtensteiner Royals ihr Domizil loswerden?

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    Am Gardasee liegt das Schloss Sant‘Andrea, das bislang noch im Besitz der Liechtensteiner Fürstenfamilie ist.
    Am Gardasee liegt das Schloss Sant‘Andrea, das bislang noch im Besitz der Liechtensteiner Fürstenfamilie ist. Foto: Daniel Reinhardt, dpa (Symbolbild)

    Die Region um den Gardasee ist traumhaft schön – kein Wunder, dass Millionen Touristen jedes Jahr dorthin strömen, um die malerische Landschaft, die Sehenswürdigkeiten zwischen See und Bergen und das milde Klima zu genießen. Und umso nachvollziehbarer ist es, dass viele Stars und reiche Promis dort Feriendomizile haben, etwa der Schauspieler George Clooney, der im Jahr 2002 die historische „Villa Oleandra“ in der kleinen Gemeinde Laglio erwarb. Und auch die fürstliche Familie von Liechtenstein, die Royals des sechstkleinsten Staates der Erde, haben eine schicke Immobilie am Gardasee: Prinz Alexander von Liechtenstein und seine Frau Astrid Kohl besitzen in der kleinen Gemeinde Affi ein Schloss inmitten eines idyllischen 29-Hektar-großen Grundstücks. Doch dieses wollen sie nun offenbar verkaufen.

    Traumschloss am Gardasee: Sant‘Andrea

    Das Schloss Sant‘Andrea in Affi stammt laut der Ausschreibung auf der Schweizer Auktionsplattform Whisper Auctions aus dem 11. Jahrhundert, ist also ein echtes mittelalterliches Schloss. Es liegt auf dem Berg Monte Moscal, umringt von Weinbergen, Olivenhainen und Parkanlagen mit Panoramablick auf den Gardasee. Die Hauptvilla erstreckt sich auf 2000 Quadratmeter Wohnfläche mit sieben prunkvollen Schlafzimmern, großen Salons und Dining Rooms, einem Konzertsaal, Fitnessstudio und einem Weinkeller. Außerdem gibt es auf dem Geländer einen Bunker, Innen- und Außenpools, Freiluftküche, Hubschrauber-Landeplatz, Reitanlagen inklusive Reithalle und sogar eine eigene Wasserquelle.

    Und als sei das nicht genug: Zum Anwesen gehören laut Auktionsplattform auch weitere Gebäude, darunter eine romanische Kirche und ein Schlösschen aus dem 12. Jahrhundert mit vier Suiten und dem sogenannten Napoleon-Salon. Die mittelalterlichen Gemäuer von Sant‘Andrea wurden vom renommierten italienischen Architektenstudio Renzo Mongiardino & Pinto renoviert.

    Anwesen am Gardasee: Schloss Sant‘Andrea steht zum Verkauf

    Interessiert? Das Schloss Sant‘Andrea steht zum Verkauf. Bislang war das Anwesen in Besitz von Prinz Alexander von Liechtenstein und seiner Frau Astrid Kohl. Vor 30 Jahren wurde es von Astrids Vater, dem Regensburger Unternehmer Theodor Kohl, erworben. Astrid Kohl wurde durch ihre Heirat mit Alexander, dessen Großvater der regierende Fürst des Fürstentums Liechtenstein war, Prinzessin, womit das Anwesen in die Fürstenfamilie überging.

    Doch nun soll ein neuer Schlossherr oder eine neue Schlossherrin für das Domizil gefunden werden. „Wir haben fantastische Erinnerungen an dieses außergewöhnliche Anwesen, die wir immer in unserem Herzen tragen werden“, erklärte der Liechtensteiner Prinz gegenüber der italienischen Zeitung Corriere del veneto. „Der wahre Luxus dieses Hauses ist der Raum, in dem man die positive Energie der Mönche spürt, die hier gelebt haben: eine wunderbare Gelassenheit.“ Das Schloss beherbergte laut der italienischen Zeitung im 19. Jahrhundert Benediktinermönche aus dem Kloster San Zeno.

    Schloss Sant‘Andrea am Gardasee: 30 bis 40 Millionen Euro

    Wie viel Geld Kaufinteressenten für das Schlösschen hinblättern müssen, gibt die Auktionsplattform nicht öffentlich an. Immerhin: Der Corriere del veneto schreibt: „Der geschätzte Verkaufswert liegt zwischen 30 und 40 Millionen Euro.“

    Warum wollen die Liechtensteiner Royals das Schloss Sant‘Andrea loswerden?

    Aber warum möchte man sich überhaupt von so einem Traumschloss wie Sant‘Andrea trennen? Gegenüber der italienischen Regionalzeitung erklärte Prinz Alexander: „Meine Tochter ist weggezogen und studiert im Ausland, zu Hause sind nur noch meine Frau und ich, und wir sind ständig auf Reisen.“

    Daher seien die beiden zu dem Schluss gekommen, dass dieses Anwesen mittlerweile zu groß sei. „Auch meine Schwiegermutter Ingrid ist auf die Kanarischen Inseln gezogen, daher verkaufen wir es ohne Eile, auch wenn es uns schwerfällt“, so Prinz Alexander.

    Die Idee des Paares sei es laut Bericht, in mehrere kleinere Immobilien umzuziehen, die für ihre Aktivitäten besser geeignet seien. Dem malerischen Norditalien scheint das Royals-Paar dabei aber treu zu bleiben: „Wir haben bereits eine Immobilie in Mailand“, bestätigt Alexander, „und wir werden auch hier in Verona, wo ich weiterhin arbeite, etwas Kleineres suchen.“

    Wer auch immer in das Schlösschen am Gardasee einziehen wird: Der Prinz ist überzeugt, dass der neue Besitzer der Immobilie sich in der Gegend wohlfühlen wird. „Affi, wo Sant‘Andrea liegt, ist nach wie vor ein wunderbarer Ort, und auch die Einwohner sind fantastisch“, verspricht er gegenüber dem Corriere del veneto. „Es ist sehr schön hier, aber wir sind mittlerweile alle woanders beschäftigt.“

    Übrigens: Wer sich nicht ganz ein Schlösschen am Gardasee leisten kann, aber trotzdem im Luxus übernachten will, hat eine Auswahl an exklusiven und teuren Hotels am Gardasee – die Preise zur Hochsaison sind astronomisch, doch es könnte sich lohnen. Außerdem gibt es zahlreiche ausgezeichnete Restaurants und exklusive Wellness-Hotels rund um Italiens größten See. Und auch an Ferienwohnungen und -häuschen gibt es eine große Auswahl.

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