Einmal im Leben die Kirschblüte in Japan erleben! Ein Lebenstraum in Rosarot für viele. Für so viele, dass in diesem Jahr die Stadt Fujiyoshida erstmals das Kirschblütenfest absagen musste, weil der Ansturm der Massen nicht mehr zu bewältigen war. Der Aus- und Anblick war natürlich berückend: Millionen rosafarbene Kirschblüten und im Hintergrund der schneebedeckte Fuji. Mehr geht nicht.
Warum das berühmte Kirschblütenfest abgesagt wurde
Das Benehmen der zahlreichen Besucherinnen und Besucher aber war in der Vergangenheit - nun ja - gar nicht zauberhaft. „Um die Würde und das Lebensumfeld unserer Bürger und Bürgerinnen zu schützen, haben wir beschlossen, das zehn Jahre alte Festival zu beenden“, teilte der Bürgermeister von Fujiyoshida mit. Fäkalien in Gärten, Zigarettenstummel auf Gehwegen, unendliche Staus statt romantischer Blütenrausch und besinnliches Hanami, wie das gemeinsame Betrachten der Kirschblüten in Japan genannt wird.
Ende März beginnt die Hauptsaison der Kirschblüte in Japan
Jetzt, Ende März bis Anfang April, ist die Hauptsaison der Kirschblüte in Japan. Zu den beliebtesten Plätzen in der japanischen Hauptstadt zählt der Ueno-Park oder der Meguro-Fluss, um die rosaroten Blütenwolken zu bewundern. In Japan hat Sakura, die Kirschblüte, eine so hohe Bedeutung, weil sie mit dem Beginn des neuen Geschäfts- und Schuljahres zusammenfällt. Sie ist ein zentrales Symbol für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Und natürlich markiert sie den Frühlingsanfang. In Fujiyoshida rechnen sie trotz der Absage des Kirschblütenfestes mit Besuchermassen im Arakurayama-Sengen-Park, der dennoch geöffnet sein wird. Im vergangenen Jahr besuchten 200.000 Besucher das Kirschblütenfest.
Deshalb gibt es in Berlin so viele Kirschbäume
Wem der Weg nach Japan zu weit ist, kann es auch einfacher haben: Die Kirschblüte in Berlin ist weniger bekannt, aber man kann sich fast wie in Japan fühlen.
Auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen dem Berliner Stadtteil Lichterfelde und Teltow etwa stehen über 1000 Bäume. Wie Berlin zu so vielen Kirschbäumen kam? Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands rief der japanische Fernsehsender TV-Asahi zu einer Spendenaktion auf, um Geld für die Pflanzung japanischer Kirschbäume zu sammeln. Es kam Geld für über 9000 Bäume zusammen. Viele der Bäume stehen an der Glienicker Brücke, im ehemaligen Grenzstreifen, aber auch in Parks. Mehr unter www.berlin.de
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