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Urlaub mit Auto: Fahrverbote in Städten: In diesen Ländern müssen Urlauber aufpassen

Urlaub mit Auto

Fahrverbote in Städten: In diesen Ländern müssen Urlauber aufpassen

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    In Frankreich dehnt das Netz der Städte mit Umweltzonen immer weiter aus.
    In Frankreich dehnt das Netz der Städte mit Umweltzonen immer weiter aus. Foto: Adobe Stock

    Mit Umweltplaketten und Umweltzonen versuchen EU-weit Städte, das gesundheits- und umweltschädliche Feinstaubproblem in den Griff zu bekommen. Vehikel jeglicher Art mit miesen Abgasnormen müssen daher in vielen Metropolen draußen bleiben. In der Regel dürfen nur Benziner mit geregeltem Katalysator und Diesel (Euro Sechs, Fünf, Vier sowie Euro Drei mit Partikelfilter) in urbane Umweltzonen, die meist auch attraktive Stadtkerne sind. In Deutschland entspricht das der grünen Umweltplakette. Autofahrer mit ausländischen Kfz-Kennzeichen können sich jedoch in manchen europäischen Metropolen den Zugang zur Umweltzone gegen gebührenpflichtige Online-Registrierungen erkaufen, wie die folgenden Beispiele zeigen.

    Mit dem Auto in die Londoner Innenstadt ist teuer

    Wer in London mitten durch die City kurven will, wird ein kleines Vermögen los. Denn Großbritanniens Hauptstadt hat früh angefangen, dem Pkw-Verkehr die Rote Karte zu zeigen. Ursprünglich waren die vielen Staus der Grund, warum im Februar 2003 die sogenannte Congestion Charge eingeführt wurde. 22 Quadratkilometer Innenstadt waren davon betroffen. 2007 wurde die Zone noch einmal fast verdoppelt. Derzeit werden für die Fahrt ins Stadtzentrum für jedes Auto werktags von sieben bis 18 Uhr 15 Pfund (ca. 17,50 Euro) erhoben. Seit 2019 kommt zur Staugebühr auch die Abgabe für die Ultra Low Emission Zone (ULEZ) dazu. Für ein Auto, das der EU-Norm einer grünen Plakette nicht mehr entspricht, werden dann täglich 12,50 Pfund (ca. 15 Euro) ULEZ Charge fällig. Die Umweltzone wurde Ende August 2023 auf Greater London ausgedehnt und schließt nun alle 32 Stadtbezirke (Boroughs) ein. Nicht zu bezahlen ist übrigens keine Lösung: Über ganz London spannt sich ein dichtes Netz von Kameras, die alles im Blick haben. Verstöße werden mit 180 Pfund (ca. 210 Euro) Geldbuße geahndet.

    Weitere Information zur den Fahrverboten

    Allgemein: https://www.adac.de/verkehr/tanken-kraftstoff-antrieb/fahrverbote-umweltzonen/fahrverbote-ausland/

    Für London: https://tfl.gov.uk/modes/driving/ultra-low-emission-zone/ulez-payments und https://tfl.gov.uk/modes/driving/congestion-charge

    Für Frankreich: https://www.certificat-air.gouv.fr/

    Für Antwerpen: https://lez.antwerpen.be/?taal=DE

    Für Brüssel: https://lez.brussels/mytax/de/

    Für Gent: https://lez.stad.gent/de/flows/controleertoegang

    Für Mailand: https://areac.atm-mi.it/Areac/IWeb/English.aspx

    In Paris gibt es zwei unterschiedliche Umweltzonen

    Mit klapprigen Autos kommen Reisende immer seltener in Frankreichs Stadtzentren. Die Zahl der Umweltzonen steigt. In Paris, Grenoble, Lille, Toulouse, Nizza und neuerdings auch Straßburg gilt ein Fahrverbot für Autos mit hohem Schadstoffausstoß. Es gibt die zwei unterschiedlichen, aber permanenten Umweltzonen ZFE (zone à faible émission) und ZCR (zone de circulation restraint) sowie je nach Lage temporäre Fahrverbote. Die deutsche Umweltplakette wird nicht anerkannt. Stattdessen müssen Autofahrer die Crit'Air-Vignette online bestellen. Sie gilt zeitlich unbeschränkt und für jede Art von Umweltzone. Für Autos mit Erstzulassung nach dem 31.12.1996, für Motorräder nach dem 1.6.2000 sowie Nutzfahrzeuge bis 3,5 Tonnen nach dem 30.9.1997 kann beim französischen Umweltministerium die Vignette bestellt werden. Den Antrag gibt es auch auf Deutsch. Da das Wapperl noch mit der Post verschickt wird, sollte unbedingt genügend Zeit für die Bestellung eingeplant werden! Dafür kostet es inklusive Porto nur circa 4,60 Euro. Autofahrern, die ohne französische Plakette unterwegs sind, blühen mindestens 68 Euro Geldstrafe.

    In Belgien kann man sich registrieren lassen

    In Belgiens Umweltzonen, die unter dem Kürzel LEZ (Low Emission Zone) laufen, sind Fahrzeuge mit den Abgasnormen Euro Null bis Eins sowie Dieselfahrzeuge mit den Normen Euro Null bis Vier verboten. Umweltzonen haben die Städte Brüssel, Antwerpen und Gent. Daran müssen sich belgisch registrierte Autos halten. Ausländische Autos können zum Beispiel für Brüssel auf der Website lez.brussels/mytax/de/ eingetragen werden. Falls der Pkw nicht den Abgasnormen entspricht, kann man sich mit Tageskarten zum Preis von 35 Euro vom Verbot freikaufen. Dies darf man allerdings nicht mehr als achtmal pro Jahr so machen. Die Geldbuße ist mit bis zu 350 Euro, die bei einem Verstoß fällig werden können, recht happig.

    Italien hat Umweltzonen eingerichtet

    In Italien schützen Städte wie Bologna, Florenz, Genua, Mailand, Rom, Turin und Verona ihre Altstädte mit generellen Fahrverboten, der Zona Traffico Limitato (ZTL). Nur Autos mit Sondergenehmigung beziehungsweise Anwohner dürfen dort fahren. Alle anderen müssen ausnahmslos ihr Vehikel stehen lassen. Geldstrafen von rund 100 Euro drohen bei Nichtbeachtung der Regel. Wer ein Hotel mitten in einer Fahrverbotszone gebucht hat, sollte rechtzeitig vor der Ankunft dem Hotel das Kfz-Kennzeichen mitteilen, damit die Herberge eine Einfahrgenehmigung organisiert. Mailand hat dagegen eine richtige Innenstadt-Umweltzone eingerichtet. Benziner mit Euro Null bis Zwei sowie Dieselautos mit Norm Null bis Fünf sind von der Einfahrt ausgeschlossen, genauso wie auch alle Vehikel, die länger als 7,5 Meter sind. Für alle anderen Autos können Fahrgenehmigungen gekauft werden. Kosten: fünf Euro pro Tag, Mehrtagespässe kosten 15 Euro.

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