Bobingen Blumenaquarelle in kraftvollen Farben empfangen die Besucher im Foyer der Wertachklinik. Der Bobinger Maler und Grafiker Günter Fleischmann präsentiert in der neuen Ausstellung seine jüngsten Arbeiten. „Ich nenne die Ausstellung Ode an die Farbe, weil die Farbe für mich ein wichtiges Ausdrucksmittel ist“, erklärt der Künstler den Titel. Und tatsächlich schimmern und leuchten seine Bilder dem Betrachter entgegen.
Das liegt daran, wie Fleischmann seine Aquarelle malt. „Für mich ist das Wie wichtiger als das Was“, sagt er. Was bedeutet, dass es ihm besonders auf eine ausgefeilte Technik ankommt. Und die beherrscht er aus dem Effeff. Bei den Aquarellen arbeitet er mit Nass-in-Nass-Technik. Was bedeutet, dass die Blätter zuvor eingeweicht werden und dann die Farben mit sicherem Pinsel rasch aufgetragen werden müssen.
Blumen, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind, sind derzeit seine bevorzugten Motive. Außerdem zeigt Günter Fleischmann Kaffeehausszenen, die trotz des dargestellten südlichen Flairs doch auch eine gewisse Spannung aufweisen. „Bei mir trügt die Idylle oft“, sagt er dazu.
Er erzielt diesen Effekt durch eine dramatische Lichtführung, die im Kontrast zur freundlichen Szenerie der Bilder steht. Damit fanden bereits seine früheren Landschaftsbilder starke Beachtung.
Auch einige Tuschezeichnungen sind nun in Bobingen ausgestellt. Zum Teil sind dies Studien zu den gezeigten Aquarellen. Sie belegen den sicheren Strich und die gekonnte Linienführung, die Günter Fleischmanns Arbeit auszeichnet. Als Künstler stellt er hohe Anforderungen an sich selbst, will das Beste geben und dabei soll jedes Bild ein Fest sein. Auch für das Auge des Betrachters.
Die Ausstellung ist noch bis Mitte Juli 2012 im Foyer der Wertachklinik Bobingen zu sehen.