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Besuch aus Indien: Der Schultag beginnt mit dem gemeinsamen Frühstück

Besuch aus Indien

Der Schultag beginnt mit dem gemeinsamen Frühstück

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    Dr. Jose Aikara, der Rektor der indischen Partnerschule des Gymnasiums Königsbrunn, erläuterte den Kollegiaten des W-Seminars über Indien die Besonderheiten des indischen Schulsystems und den Aufbau seiner Schule in Mysore. Die werden die Schüler im Oktober besuchen.
    Dr. Jose Aikara, der Rektor der indischen Partnerschule des Gymnasiums Königsbrunn, erläuterte den Kollegiaten des W-Seminars über Indien die Besonderheiten des indischen Schulsystems und den Aufbau seiner Schule in Mysore. Die werden die Schüler im Oktober besuchen. Foto: Hermann Schmid

    Ein Land mit gut 1,2 Milliarden Menschen, die mit rund hundert verschiedenen Sprachen aufwachsen, von denen 21 als regionale Sprachen anerkannt sind – man kann sich vorstellen, dass hier ein Schulsystem vor besonderen Herausforderungen steht. Einige davon skizzierte Dr. Jose Aikara jetzt einer Gruppe von Kollegiaten am Gymnasium Königsbrunn, die sich über 18 Monate hinweg in einem W-Seminar – W steht für „wissenschaftspropädeutisch“ – mit dem Riesenland in Südasien befasst haben.

    Im Oktober werden sie es bei einem Besuch an Dr. Aikaras Schule in Mysore im südindischen Bundesstaat Karnataka direkt kennenlernen. Dieser Tage hat das Gymnasium regelmäßige Kontakte mit der „De Paul International Residential School“ vereinbart (wir berichteten).

    Wie denn ein Tag an der De Paul-Schule ablaufe, wollte einer der Königsbrunner Gymnasiasten wissen. Dr. Aikaras Antwort rief erst mal Schmunzeln hervor: Wenn um 8.30 Uhr die Kinder, die nicht im Internat leben, angekommen sind, nehmen alle Schüler und Lehrer gemeinsam das Frühstück ein.

    Erst nach einer Art Appell auf dem Schulhof, bei dem die Nationalhymne und ein kirchliches Lied gesungen und Infos mitgeteilt werden, beginnt um 9 Uhr der Unterricht. „Wir sind dabei sehr auf die Bücher und auf Prüfungen fokussiert“, sagte Dr. Aikara, der zuvor eine Englischstunde am Gymnasium verfolgt hatte.

    Von 17.30 bis 19.30 Uhr ist für die Internatsschüler Studierzeit angesetzt, erst dann gibt es das Abendessen. Und erst danach, in der Freizeit, können sie Fernsehen, im Internet surfen oder die Handys benutzen. Die erhalten sie grundsätzlich von der Schule. „Neue Handys haben so viele Möglichkeiten“, erläuterte Dr. Aikara im Gespräch mit Schulleiter Werner Liessel, „die würden unsere Schüler tagsüber doch sehr ablenken“.

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