Die Bobinger haben mittlerweile ihre Erfahrungen mit Baustellen gesammelt. Trotzdem sorgte, beinahe erwartungsgemäß, wie es Martin Weis vom Tiefbauamt Bobingen ausdrückte, die Sperrung des Kirchplatzes für ein mittleres Verkehrschaos. Denn viele Fahrzeuglenker versuchten naturgemäß, die Sperrung auf dem kürzesten Weg zu umfahren.
Diese fuhren häufig von Osten auf einen Schleichweg über Bäckerstraße und Römerstraße zurück zur Krumbacher Straße oder von Westen her über die Poststraße und dann ebenfalls in die Römerstraße. Dieser „Schleichverkehr“ brachte, vor allem in der kleinen und schmalen Römerstraße erhebliche Behinderungen und teilweise lange Verkehrsstaus mit sich.
Ampelschaltung an Bobinger Römerstraße bleibt unverändert
Denn die Ampelschaltung an der kleinen Kreuzung Römerstraße/Krumbacher Straße blieb unverändert. Dazu erklärte der verantwortliche Tiefbauamtsleiter Christian Weis: „Die Römer- und die Poststraße sollen eigentlich nicht als Umleitung genutzt werden“. Denn diese beiden schmalen Straßen seien für ein stärkeres Verkehrsaufkommen einfach nicht geeignet. Deshalb sollten diese hauptsächlich dem Anliegerverkehr und den Bussen des ÖPNV vorbehalten bleiben.
Alle anderen Verkehrsteilnehmer seien weiterhin angehalten, den Kirchplatz weiträumig zu umfahren. Dies sei zum einen möglich, durch die ausgeschilderte Umleitung über Hoechster Straße und Max-Fischer-Straße Richtung Ostumfahrung oder, wer in die Bobinger Innenstadt wolle, über die Kornstraße Richtung Bahnhofstraße. Eine zweite Umfahrungsmöglichkeit sei auch über die Wertachstraße und Weidenstraße in die Siedlung möglich. Eine Veränderung der Ampelschaltung sei absichtlich nicht geplant, da man Römer- und Poststraße weitgehend vom Umgehungsverkehr freihalten wolle. Weis erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Sperrung des Kirchplatzes zwar nur bis zum 25. August dauern solle, dass aber im Anschluss, im zweiten Bauabschnitt, die Lindauer Straße komplett gesperrt werden wird. Auch hier seien die vorher erwähnten Umleitungen zu nutzen, um Post- und Römerstraße nach Möglichkeit zu entlasten.
Behinderungen an mehreren Stellen
Diese Baustellen sorgten im Moment für Behinderungen an mehreren Stellen, wie zum Beispiel auch die eingeschränkten Parkmöglichkeiten in der Kornstraße, so der Tiefbauamtsleiter. Doch auf lange Sicht sei es für Bobingen ein großer Vorteil. Denn nach Abschluss der Fahrbahnerneuerung würde die Lindauer Straße dann eine Bobinger Gemeindestraße werden.
Und so bekäme Bobingen eine komplett sanierte Straße quasi zum Nulltarif und könnte in Zukunft die Verkehrsplanung dort selbst in die Hand nehmen. Was letztlich ein Vorteil sowohl für Anlieger, Gewerbetreibende und alle, die dort Einkaufen wollen, sein wird. Doch zuvor müsste eben noch einmal die Baustelle in Kauf genommen werden.