Bezahlbarer Wohnraum ist knapp - vor diesem Hintergrund kommt das Bobinger Wohnprojekt "Wohnen am Brunnenplatz" zur rechten Zeit. Insgesamt 13 Wohnungen und eine Arztpraxis sollen auf den Grundstücken am Brunnenplatz und dem Schulgrundstück an der Winterstraße entstehen.
Das Projekt wird von der Regierung von Schwaben gefördert. Die Kosten für die Wohnanlage werden auf rund 5,4 Millionen Euro geschätzt. Eine Förderung von rund 3,7 Millionen Euro ist in Aussicht gestellt, den Rest muss die Stadt selbst tragen. Wie Kämmerer Stefan Thiele im Stadtrat erläuterte, soll der Betrag über eine Darlehensaufnahme finanziert werden. Zur Refinanzierung sollen die Einnahmen aus der Wohnungsvermietung und der Praxismiete herangezogen werden.
Miete soll 7,80 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten
In diesem Zusammenhang wies Bobingens Bürgermeister Klaus Förster darauf hin, dass die Regierung von Schwaben einen Mietpreis von über 9 Euro pro Quadratmeter für angemessen halte. Von Seiten der Stadt wolle man hingegen einen Mietpreis von 7,80 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten. Die meisten Stadträte zeigten sich damit einverstanden. Denn mit dem Projekt solle bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden - möglichst für Anwohnerinnen und Anwohner der Siedlung, denen ihr bisheriges Haus zu groß wird, die aber nicht aus der Siedlung wegziehen wollen.
Stadtrat Franz Handschuh (FBU) gab zu bedenken, dass aufgrund der Finanzierung darüber nachgedacht werden sollte, doch den höheren Mietpreis zu verlangen. Allerdings wurde in der jüngsten Sitzung noch nicht über die konkreten Finanzierungsdaten beraten.
Helmut Jesske (SPD) plädierte klar für einen möglichst günstigen Mietpreis. Gleichzeitig mahnte er, im Zuge der versprochenen Bürgerbeteiligung die Entwurfsplanung mit den Bürgerinnen und Bürgern der Siedlung zu besprechen. Das sicherten Bürgermeister Klaus Förster und Stadtbaumeister Rainer Thierbach zu. Die Stadträte einigten sich, dass nun der Antrag auf Baugenehmigung gestellt und die Werkplanung beauftragt werden sollte.
Nach Umfrage soll Stadtbote in gedruckter Form erhalten bleiben
Ein weiteres Thema in der Sitzung war die Zukunft des Stadtboten. Dieser wird seit diesem Jahr unter redaktioneller Verantwortung der Stadt von der Linus Wittich Medien KG gedruckt und ausgeliefert. Zehn Ausgaben werden jährlich erstellt, rund 8500 Exemplare pro Ausgabe verteilt.
Bei der damaligen Auftragsvergabe war diskutiert worden, ob eine derartige Auflage mit Verteilung an alle Haushalte notwendig sei. Zur Debatte stand, ob der Stadtbote nur an jene Haushalte verteilt werden soll, die sich ausdrücklich dafür entscheiden. Die Grünen-Fraktion plädierte aus umwelttechnischen Gründen schon damals für einen rein digitalen Stadtboten.
Um eine bessere Entscheidungsgrundlage zu erhalten, wurde Anfang des Jahres eine Umfrage durchgeführt. Insgesamt 893 Rückmeldungen - das entspricht rund 10 Prozent der Empfängerhaushalte - gingen bei der Stadt ein. Eine klare Mehrheit von 824 Haushalten sprach sich dafür aus, den Stadtboten in der gedruckten Form zu erhalten. Gegen die Stimmen der Grünen beschloss der Stadtrat deshalb, den Stadtboten zu belassen und den Auftrag für weitere drei Jahre an die Linus Wittich Medien KG zu vergeben.
Im Rahmen der Flurneuordnung werden die Gemeindegrenzen in Reinhartshausen in Absprache mit der Gemeinde Großaitingen neu festgelegt. Durch diese Änderung wächst die Bobinger Gemeindefläche um knapp 0,2 Hektar. Nach Überlegungen, ob im geplanten Kindergarten an der Krumbacher Straße eine Produktions- statt einer Verteilerküche eingebaut werden sollte, entschieden sich die Stadträte aus Kostengründen, nun doch bei der im Plan vorgesehenen Verteilerküche zu bleiben.