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Dorferneuerung: Rathausstraße wird doch nicht verengt

Dorferneuerung

Rathausstraße wird doch nicht verengt

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    „Die Beteiligung an den Arbeitskreisen in den letzten zwei Jahren war überschaubar.“Wilhelm Dauerer, Planungsbüro
    „Die Beteiligung an den Arbeitskreisen in den letzten zwei Jahren war überschaubar.“Wilhelm Dauerer, Planungsbüro

    Langenneufnach Nach dem Widerstand gegen einige der im Zuge der Dorferneuerung geplanten Veränderungen in der Rathausstraße hatten Bürgermeister Josef Böck und der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft zu einer Informationsveranstaltung in die Turnhalle geladen, um mit Bürgern die Bereiche abzustecken, in denen Änderungen vorgenommen werden sollen.

    Wilhelm Dauerer vom Planungsbüro Dauerer aus Wiedergeltingen stellte den etwa 150 Teilnehmern erneut die Planung für die Rathausstraße vor, gegen die sich zuletzt Widerspruch aus der Bevölkerung geregt hatte. Auf einer von Florian Brecheisen und Johann Höss erstellten Liste hatten sich 244 Bürger gegen eine Fahrbahnverengung auf fünf Meter im Bereich von Malerberg und Backhäusl ausgesprochen. Das hatte den Anstoß für die Informationsveranstaltung gegeben.

    Bernhard Atzkern, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Dorferneuerung II, freute sich über die rege Beteiligung und führte durch die Fragerunde. Hierbei ging es vor allem um die Fahrbahnverengung. Redner wiesen auf den Verkehr mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Lkws hin. Es sei wichtig, Schulkinder vor ausweichenden Fahrzeugen zu schützen. Die Idee der schmäleren Fahrbahn begründeten von Atzkern und Wilhelm Dauerer mit der von Bürgern gewünschten Verkehrsberuhigung. Die derzeitigen Planungen basieren auf einer Bürgerbefragung aus dem Jahr 2000. Im Jahr 2004 habe man auf einer Bürgerversammlung nochmals die Prioritäten der Anwohner abgefragt – auch hier wurde der Wunsch deutlich, den Verkehr abzubremsen. Schließlich wurde 2008 die Dorferneuerung II, eine Fortsetzung der Flurbereinigung außerhalb des Dorfes, vom Amt für ländliche Entwicklung angeordnet. Seitdem arbeitet das Planungsbüro Dauerer mit den Vorgaben aus Langenneufnach. Wilhelm Dauerer betonte, seine Pläne stecken alle noch im Anfangsstadium. „Die Beteiligung an den Arbeitskreisen in den letzten zwei Jahren war überschaubar“, sagte er. Er und der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft wünschen sich auch künftig eine so rege Beteiligung wie an diesem Abend. Dabei ist die Verengung der Fahrbahn bisher nur eine Idee gewesen. Die Rathausstraße sollte von Beginn an nicht auf der gesamten Länge verändert werden, sondern nur an bestimmten Punkten, die in der Versammlung zur Diskussion gestellt wurden. Die Pläne hierzu sind im Internet einzusehen und auch an den Schaukästen im Dorf ausgehängt, betonte Dauerer.

    Im Anschluss an die Vorstellung der geplanten Umbaumaßnahmen konnten die Bürger durch ein Punktesystem abstimmen, an welchen Stellen weitergeplant werden soll und wo keine Veränderungen gewünscht werden. Nach diesem Ergebnis wird es nun keine abknickende Vorfahrt an der Einmündung Raiffeisenstraße und Rathausstraße geben. Auch am Malerberg, Backhäusl und an der Einmündung der Bergstraße wird die Straße nicht verändert. Hingegen soll über die Erweiterung und Veränderung des Rathausumfeldes weiter nachgedacht werden, ebenso soll die Einmündung zum Schützenheim neu gestaltet werden. Über eine Gestaltung des Kirchberges wird erneut diskutiert, hier konnte kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden. Die Idee der Fahrbahnverengung ist nach der Versammlung aber vom Tisch.

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