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Königsbrunn: Ein farbenfroher Ort der Begegnung in Königsbrunn

Königsbrunn

Ein farbenfroher Ort der Begegnung in Königsbrunn

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    Kaum zu erkennen, doch das Saxofon verriet es: Unter der Verkleidung befanden sich die Musikexperten Monika und Wolfgang Scherer.
    Kaum zu erkennen, doch das Saxofon verriet es: Unter der Verkleidung befanden sich die Musikexperten Monika und Wolfgang Scherer. Foto: Andrea Collisi

    Zum bundesweiten Jubiläumsjahr „100 Jahre Volkshochschule – 100 Jahre Wissen teilen, hatte sich auch in Königsbrunn das Team um die Vhs-Leitung Heidi Mayr kräftig ins Zeug gelegt. Schließlich eröffnete die Kreis-Vhs in der größten Stadt im Landkreis und der größten Außenstelle mit 450 Kursen im Jahr das Fest mit. Landrat Martin Sailer und die Geschäftsleiterin der Kreis-Vhs, Christa Steinhart, waren zum Podiumsgespräch gekommen. Unter der Moderation von Markus Bianchi diskutierten auch Bürgermeister Franz Feigl und Bildungsreferentin Ingrid Gärtner über die Herausforderungen der Zukunft.

    Sailer unterstrich auf Fragen zu Integration und Digitalisierung als zwei der hervorstechenden Schwerpunkte, dass die Vhs seit jeher sich stark für die sprachliche und kulturelle Integration eingesetzt und dafür auch die entsprechenden Programme geschaltet habe. Sicherlich würde dies eine wesentliche Aufgabe in der Zukunft bleiben. Das Themenfeld der Digitalisierung, so der Landrat weiter, sei seit Langem nicht aus dem Programm der Vhs auszuklammern.

    Schrittweise künftig auch einige Kurse online anbieten

    Die rasante Entwicklung der Technologie beeinflusse im Gegenteil natürlich auch das Kursangebot sowie den Modus der Vermittlung. Sailer schloss dabei nicht aus, dass schrittweise künftig auch einige Kurse online angeboten würden. Was die Vhs im ländlichen Raum betreffe, so verwies er auf die Bildungszentren, die man verstärkt gründen wolle (wir berichteten). Diese gewichtige Rolle betonte auch Geschäftsführerin Christa Steinhart. Neben Kompetenz und Zertifizierung auch in beruflicher Weiterbildung sei ein Umdenken schon in den vergangenen Jahren nötig. So solle den Charakter der Volkshochschule als ein Ort der Begegnung unterstrichen werden. Kursteilnehmer sollten sich künftig in speziellen Gebäuden und erwachsengerechter Umgebung treffen und nicht wie all die Jahrzehnte zuvor vorrangig als Gast in Schulen.

    Steinhart freut sich, dass in Königsbrunn mit der Möglichkeit des 955 als Ort für viele Kursen bereits einen Schritt in die richtige Richtung gemacht worden sei. Sie nutzte aber ebenfalls die Chance, Bürgermeister Feigl dahingehend aufzufordern, neue eigenen Räume für die Vhs zu schaffen. Dieser nahm den Spielball auf und erklärte stolz, dass der Stadtrat bereits einstimmig im neuen Gebäude an der Marktstraße drei Seminarräume, einen Vortragsraum und einen Mehrzweck, beziehungsweise Gymnastikraum beschlossen habe.

    Die politische Bildung nicht versäumen

    Die Stadt nehme dafür viel Geld in die Hand, um den heutigen Standards zu entsprechen. Bildungsreferentin Ingrid Gärtner brachte einen neuen anderen Aspekt in das Gespräch. Wichtig sei ihr, dass man künftig auch die politische Bildung nicht versäume. Insbesondere die Jugend mitzunehmen, sei ihr als Schulleiterin sehr wichtig.

    In Planung sei bereits, auf die Jugendlichen, die sich regelmäßig im Matrix treffen würden, zuzugehen, ihre Ansichten und Vorstellungen aufzunehmen, ihre Kompetenzen zu nutzen, aber auch die Meinung und Unterstützung zu beispielsweise Vandalismus aufzunehmen. Im vierstündigen Programm konnten die Besucher Vorträge von Historiker Manfred Kosch wie Pilgerexperten Josef Heirich und Führungen im Handelsmuseum von Heike Schröter nutzen.

    Im Gründungsjahr 1958 gewährte Königsbrunn 100 Mark Zuschuss

    Mit großem Interesse wurden auch die Team-Trainingskurse von Markus Bianchi wie das Puppenspiel sowie die Führung der Dioramen zur Lechfeldschlacht besucht. Großes Echo und viel Hallo gab es bei der Fotobox im Lesepark, bei der sich die Besucher dann auch die Werke ausgedruckt mitnehmen konnten. Zu Beginn hatte Feigl bei seiner Begrüßungsrede einen historischen Abriss über die Anfangszeiten der Vhs Königsbrunn gehalten. Der Bürgermeister skizzierte dabei auch, wie die Arbeit früher im Vorzimmer des Bürgermeisters und später im Standesamt so nebenbei mitgemacht wurde. Feigl amüsierte die Zuhörer dabei auch mit einem Stadtratsbeschluss aus dem Gründungsjahr 1958, wo 100 Mark Bezuschussung für die Vhs gewährt wurde. Feigl konnte unter den Zuhörern auch viele ehemalige Dozenten der Vhs begrüßen.

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