Mittelneufnach Im Mittelneufnacher Kindergarten Sonnenschein reduziert sich die Zahl der Kinder im Jahr 2013/2014 erheblich. Von derzeit 44 werden nur noch rund 30 die Einrichtung besuchen. „Eine Anpassung bei den Beschäftigungszeiten ist notwendig“, erklärte Kindergartenleiterin Simone Kober, „um so den Personalschlüssel von 1:10 beibehalten zu können“. Da sich auch der Kindergartenbeirat mit Vorsitzender Barbara Birle dafür ausgesprochen hat, die vier Angestellten weiterhin zu beschäftigen, kam es in der Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses zu dem Beschlussvorschlag, insgesamt 19 Arbeitsstunden in der Woche abzubauen, um kein Personal reduzieren zu müssen. „Es ist erfreulich, dass unsere Angestellten freiwillig Stunden abgeben“, so Bürgermeister Meitinger, „außerdem sollte mit ausreichend Personal der notwendige Spielraum nach oben vorhanden sein, um neue Kinder auch unter dem Jahr aufnehmen zu können.“ Der Vorschlag des Ausschusses wurde einstimmig beschlossen. So gibt es im Kindergarten Sonnenschein auch ab September wie bisher zwei Gruppen – eine halbtags und eine verlängert.
Das Bürgerhaus im Ortsteil Reichertshofen braucht eine neue Kühlanlage im Lebensmittel-Kühlraum, wie eine Überprüfung durch das Landratsamt ergab. Die jetzige besteht mittlerweile 26 Jahre seit dessen Neubau. „Unser Bürgerhaus soll erhalten bleiben, deswegen kommen wir nicht umhin, es zu erneuern“, appellierte Bürgermeister Meitinger. Die außerplanmäßige Ausgabe von 1900 Euro wurde nach dem Angebot der Fa. Hutner, die auch die Wartung innehat, einstimmig beschlossen.
Straßenbeleuchtung kommt in die Jahre
Die Straßenbeleuchtung in Mittelneufnach ist sanierungsbedürftig. Von den insgesamt 153 an das öffentliche Straßenbeleuchtungsnetz angeschlossenen Leuchten sind 86 Stück älter als 30 Jahre. Es wird vorgeschlagen, zusammen mit den Lechwerken ein Sanierungskonzept mit Angaben zu den nötigen Investitionen, Amortisationszeitraum und CO2-Minderungspotenzial zu erstellen und eine Besichtigung des Leuchtenparkes in Königsbrunn zu organisieren. Da dieses Sanierungskonzept kostenlos ist, hat es keine finanziellen Auswirkungen auf den Haushalt 2012 und wurde einstimmig beschlossen. Dabei tauchen noch viele Fragen auf: Soll das Eigentum der Straßenbeleuchtung wie bisher den Lechwerken vorbehalten oder in Gemeindeeigentum überführt werden? Soll durch teurere LED-Lampen Strom gespart werden? Kann diese Sanierung auch im Rahmen der Dorfentwicklung erfolgen? „Es wird ein längerer Zeitraum von bis zu 10 Jahren notwendig sein, um nach und nach das große Projekt zu schultern“, versichert Bürgermeister Meitinger.
Den Jahresbericht 2011 für die Wasserversorgung nimmt der Gemeinderat zustimmend zur Kenntnis. Gemeindearbeiter Anton Egger erläutert, dass die technische Anlage keine Veränderung erfahren hat, es sind lediglich 30 Meter Anschlussleitungen dazugekommen.
Der Verlust von nur 0,028 Prozent Wasser sei sehr gut, ebenso wie die Wasserqualität: Kein Grenzwert wurde überschritten, bei einem sehr niedrigen Nitratgehalt gab es keine bakteriologischen Beanstandungen und Pflanzenschutz- oder Schädlingsbekämpfungsmittel konnten nicht nachgewiesen werden. Das einzige Problem: Eisenablagerungen lösen sich vermehrt und können das Wasser eintrüben, Abhilfe schaffen kann hier jedoch nur eine extra Aufbereitungsanlage. (stran)