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Kleinaitingen: Auch die Region braucht einen Rettungsschirm

Kleinaitingen

Auch die Region braucht einen Rettungsschirm

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    Bruder Barnabas alias Edi Heiß teilte auch heuer kräftig nach allen Seiten aus.
    Bruder Barnabas alias Edi Heiß teilte auch heuer kräftig nach allen Seiten aus. Foto: Ivanka Williams-Fuhr

    Prominenz aus der Region, darunter Landrat Martin Sailer und sein Vize Max Strehle, war zahlreich gekommen und freute sich, sobald sie aufs Korn genommen wurde – auch wenn der eine oder andere manchmal ganz schön schlucken musste.

    Das ganze Zeugs mit Pleite-Griechenland, Bunga-Bunga-Italien und Rettungsschirm könne er nicht mehr hören, betonte Bruder Barnabas. Zu retten gäbe es auch vieles im Augsburger Land, gab er zu bedenken. Beispielsweise den schwäbischen Dialekt vor dem Hochdeutschen, die Dampfnudeln vor Pasta und Döner, die Landschaft vor Zersiedelung, die Dorfzentren vor Verödung – und die Gesellschaft vor Verblödung.

    Mit den politischen Lokalmatadoren ging Bruder Barnabas wie immer etwas feinsinniger um – teilte aber dennoch kräftig aus.  Kleinaitingen als schuldenfreie Gemeinde sei „dem Freistaat mindestens 18 Jahre voraus“, lobte Barnabas Bürgermeister Franz Schäfer. Warum den Bürgern jetzt höhere Abwassergebühren aufgebrummt worden seien, könne er aber nicht verstehen – und schon gar nicht, warum für die Kläranlage Gebühren erhoben werden. „Die Dreckbrühe wird doch den Leuten in der Herbstraße in die Keller gedrückt.“

    Ein „ernstes Wörtchen“ hatte Bruder Barnabas auch mit Landrat Martin Sailer zu reden. „Wie können Sie uns Kleinaitingern so in den Rücken fallen?“, fragte er theatralisch den Landkreis-Chef, der für den Fuhrpark seines Amtes ein gasbetriebenes Auto angeschafft hatte. „Bei uns vor Ort wird jede Menge Erdöl gefördert – und Sie fahren mit Biogas aus Graben!“

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