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Königsbrunn: Sommerklänge im Lesepark: Kulturprogramm startet in Königsbrunn

Königsbrunn

Sommerklänge im Lesepark: Kulturprogramm startet in Königsbrunn

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    Das Königsbrunner Blasorchester übt in oder vor der Halle des Malerbetriebs von Michael Königsberger.
    Das Königsbrunner Blasorchester übt in oder vor der Halle des Malerbetriebs von Michael Königsberger. Foto: Peter Marten

    Nach monatelanger Pause läuft am kommenden Montag das städtische Kulturprogramm wieder an: Das Blasorchester Königsbrunn gestaltet das erste Konzert im Lesepark am Mercateum. Auch wenn die Vorbereitung schwierig war, freuen sich die Musiker auf den ersten Auftritt seit Langem.

    Seit dem 10. Juni proben die Mitglieder des Orchesters wieder gemeinsam, zunächst im Hof der Schule an der Römerallee, danach in der Halle des Malerbetriebs von Michael Königsberger. „Dort können wir alle vorgeschriebenen Abstände einhalten und ohne besondere Vorkommnisse proben“, sagt Walter Schuler, der Vorsitzende des Blasorchesters.

    Musiker des Blasorchesters Königsbrunn haben im Frühjahr unterschiedlich viel geprobt

    Nach so vielen Wochen wieder zusammen zu kommen sei schon etwas Besonderes gewesen, sagt Schuler. Als die Corona-Krise begann, steckten die Musiker gerade in den Vorbereitungen für ihr Frühjahrskonzert. Das musste wegen der Pandemieregeln abgesagt werden und die Mitglieder sahen sich ein Vierteljahr gar nicht. „Das Orchester ist ja nicht nur musikalisch wichtig für uns, sondern auch für die sozialen Kontakte“, sagt Schuler. Auch deswegen war die Freude groß, ebenso wie jetzt die Vorfreude auf den ersten Auftritt.

    Die Corona-Auflagen erschweren das Zusammenspiel allerdings merklich, sagt Schuler. Zunächst einmal hätten die ersten Proben gezeigt, dass die Mitglieder in der Pause sehr unterschiedlich aktiv waren: „Manche hatten mehr Zeit und haben sie zum Üben genutzt. Andere greifen normal nur bei den Probentagen zum Instrument, entsprechend ist da etwas verloren gegangen.“ Das sei durchaus mit Sportlern vergleichbar, die längere Zeit nicht trainieren. Auch für die Musik brauche man spezielle Muskulatur, beispielsweise an den Lippen, sagt Schuler: „Es war für einige nicht leicht, wieder reinzukommen.“

    Corona-Abstände machen dem Dirigenten den Blasorchesters Königsbrunn mehr Arbeit

    Das zweite Erschwernis durch die Corona-Regeln sind die Abstände und das Spiel unter freiem Himmel. Ohne Wände und Decke als Resonanzkörper ändert sich der Klang eines Orchesters. Das sind die Musiker von Konzerten, wie dem Serenadenabend, zwar gewohnt. Doch während die Musiker sich früher behelfen konnten, indem sie näher zusammenstanden, müssen die Orchestermitglieder nun den Corona-Abstand einhalten. „Das führt dazu, dass man nicht mehr alle Instrumentengruppen hört“, sagt Walter Schuler. Dadurch sei der Dirigent noch mehr gefordert, das Orchester mit seinen Anweisungen zusammenzuhalten.

    Doch bei allen Problemchen freuen sich die Musiker auf ihren Auftritt im Lesepark, sagt Schuler: „Wir hoffen vor allem, dass das Wetter mitspielt.“ Denn anders als die anderen Referenten und Musiker, die die montägliche Veranstaltungsreihe bis Mitte September mitgestalten, kann das Orchester bei Regen nicht in den Infopavillon 955 ausweichen. Durch die Abstandsregeln bliebe dort neben den Musikern kein Platz mehr für Zuschauer.

    Blasorchester sucht einen Probenraum für den Herbst

    Wie es danach weitergeht, wissen die Orchestermitglieder aber noch nicht. Sie suchen zunächst einen neuen Probenraum. Für die warmen Monate ist die unbeheizte Halle der Firma Königsberger bestens geeignet. Wenn es kühl wird aber nicht mehr. Bisher nutzen die Musiker einen Raum im Fritz-Felsenstein-Haus, doch dort ist der Zugang wohl nicht möglich, weil viele der Menschen mit Behinderung zur Corona-Risikogruppe gehören. Ein für den Herbst geplantes Konzert mit dem Stadtjugendorchester Augsburg und dem Posaunenchor wurde wegen der Probensituation abgesagt.

    Daher hofft man doppelt, dass das Konzert am Montag, 17. August, um 19 Uhr planmäßig starten kann – auch im Königsbrunner Kulturbüro. Denn der Auftakt der Reihe markiert auch die Rückkehr der städtischen Kulturveranstaltungen. Daher entschied sich das Team um Rebecca Ribarek, die Reihe aus dem Frühling unter dem Namen „Sommerklänge im Lesepark“ in den August und September zu verlegen. „In diesem Jahr verbringen viele Menschen ihren Urlaub zu Hause. Ihnen wollen wir ein Angebot machen“, sagte Ribarek.

    Der Eintritt zum Lesepark ist wie immer frei. Allerdings sollen sich alle Besucher vorab im Kulturbüro anmelden, damit für eine coronagerechte Bestuhlung gesorgt werden kann. Wer sich als Gruppe anmeldet, darf auch zusammensitzen. Die Besucherzahl ist limitiert. Maximal 70 Besucher dürfen den Auftritt des Blasorchesters erleben, etwas mehr als 40 Tickets sind bereits reserviert, teilt Ramona Frodl vom Kulturbüro am Donnerstag mit.

    Die Veranstaltungen der Sommerklänge im Lesepark in der Übersicht

    • Konzert Den Auftakt macht das Königsbrunner Blasorchester am Montag, 17. August. Diese Veranstaltung findet nur bei schönem Wetter statt.
    • Meditation Vhs-Dozentin Linda Wilhelm präsentiert am Montag, 24. August, einen entspannten Abend mit „Gongs und Klangschalen“ sowie Gedichten, Chants und Liedern zum Lauschen und Mitsingen.
    • Tradition Der Königsbrunner Trachtenverein D’Lechauer gestaltet den Abend des 31. August mit echter Volksmusik.
    • Bewegung Vhs-Dozentin Maja Jonas gestaltet am Montag, 7. September, einen Kennenlernabend für Qigong – die alten chinesischen Gesundheitsübungen, die Körper, Geist und Seele in Harmonie bringen. Besucher können mitmachen, müssen aber nicht.
    • Märchen Den Abschluss der Reihe bildet Märchenerzählerin Hildegard Häfele am Montag, 14. September. Sie erzählt Geschichten für Erwachsene, die vom Reisen handeln.
    • Organisatorisches Für alle Veranstaltungen gilt die Vorabanmeldung: Plätze können per E-Mail (kulturbuero@koenigsbrunn.de), telefonisch (08231/606260) oder persönlich für die jeweilige Veranstaltung reserviert werden. Alle Besucher müssen Namen und Telefonnummer angeben. Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr.

    Mehr zur Situation der Blasmusiker im Landkreis lesen Sie hier: Unsichere Corona-Zeiten: Wann können die Musiker wieder aufspielen?

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