Ein Mann hat am Dienstag Nachmittag bei einer Verkehrskontrolle in Königsbrunn randaliert, Polizisten angegriffen und einen der Beamten gebissen. Mit vereinten Kräften und der tatkräftigen Hilfe eines Passanten konnten sie den Mann schließlich überwältigen.
Der Besatzung eines Streifenwagens fiel gegen 13.30 Uhr ein Radfahrer auf dem Radweg entlang der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße auf, der während der Fahrt auf seinem Handy tippte. Nördlich der Einmündung der Mindelheimer Straße hielten sie den Radler an und sprachen ihn auf sein gefährliches Verhalten an. Der Mann, ein nigerianischer Staatsbürger, beschimpfte die Polizisten als Rassisten, die ihn nur wegen seiner Hautfarbe anhielten.
Mann beißt Polizisten in Hand und Oberschenkel
Als er sich weigerte, seinen Ausweis zu zeigen, wollten ihn die Beamten durchsuchen. Dagegen setzte sich der Mann massiv zur Wehr und biss einen Beamten in Hand und Oberschenkel. Während des Handgemenges stürzten die Polizisten und der Mann auf die Fahrbahn. Ein Königsbrunner, der zufällig vorbeikam, hielt sein Auto als Schutz vor anderen Autos an und half, den Mann festzuhalten.
Drogen oder Alkohol scheiden laut Polizei als Grund für den Ausraster aus. Gleichzeitig weist die Polizei den Rassismusvorwurf zurück. "Wenn jemand während der Fahrt auf seinem Handy tippt, wird er angehalten. Die Hautfarbe ist da völlig egal", sagt Markus Graf, der stellvertretende Leiter der Bobinger Dienststelle. Der Mann wurde festgenommen. Größere Verletzungen trug nach ersten Informationen keiner der Beteiligten davon. Die Polizei lobt ausdrücklich das umsichtige und tatkräftige Verhalten des Autofahrers.
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