Bobingen. Zu seiner dritten Veranstaltung war das Büchersofa der Kulturlobbyisten zu Gast im Museum des Heimatvereins D’Hochsträßler.
Durchaus passend zum Thema, das diesmal „Heimat in Büchern“ lautete. Die knapp 30 Besucher, die in den alten Schulbänken Platz genommen hatten, erlebten wie vielfältig und schwer zu fassen dieser Begriff ist, den es in dieser abstrakt-emotionalen Form nur im Deutschen gibt. Heimat als enges Umfeld oder als Sehnsuchtsort auf dem Lebensweg. Einen regional gefassten Heimatbegriff stellte Dr. Irmgard Heidler mit dem Buch „Ein Lebensweg“ der oberschwäbischen Autorin Maria Beig vor. 1920 geboren war sie Lehrerin und veröffentlichte erst mit 60 Jahren ihr erstes Buch.
Nüchtern und eindrücklich schildert sie das ländlich-enge Leben. „Heimat ist auch manchmal schmerzhaft oder drückend“, sagte die Referentin. Zu der in Schwaben gefühlten Heimat kamen auch aus dem Publikum Beiträge. Und die Umfrage unter den Besuchern ergab, dass die meisten von ihnen doch das regionale Umfeld als Heimat empfinden.