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Bobingen

09.12.2020

Neue Bobinger Kita soll in der Krumbacher Straße gebaut werden

Die neue Kita in Bobingen soll auf dem alten Feuerwehrgelände an der Krumbacher Straße entstehen. Die verkehrsgünstige Lage und die gute Parkplatzsituation am Bad gaben den Ausschlag für die Entscheidung.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Die neue Kita in Bobingen soll an der Krumbacher Straße auf dem alten Feuerwehrgelände gebaut werden. Was für den Standort spricht.

Nachdem im Oktober Stadtkämmerer Alexander Ziegler mit eindringlichen Worten, "wir werden überrannt", darauf hingewiesen hatte, dass in Bobingen die Kita-Plätze nicht reichen würden, einigte man sich darauf, das Planungsbüro 3+ Architekten zu beauftragen, eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau zu erstellen. Zur Wahl standen ein Grundstück auf dem Friedhof an der südlichen Frauenhoferstraße und das ehemalige Feuerwehrgelände an der Krumbacher Straße.

Bei der Vorstellung der Studie im Kulturausschuss sollte nun entschieden werden, für welchen Standort man eine weitere Planung und Kostenschätzung ins Auge fassen wolle. Es müsse mal wieder schnell gehen, da zwar eine Förderung durch die Regierung in Schwaben möglich sei, die Gelder aus diesem Topf allerdings begrenzt wären, erklärte Alexander Ziegler den Zeitdruck.

Kindertagesstätte: Beide Standorte in Bobingen geeignet

Die Studie zeigte, dass grundsätzlich beide Standorte für eine neue Kindertagesstätte mit vier Kindergarten- und drei Krippengruppen geeignet wären. Die Grundstücksgröße würde an beiden Standorten ausreichen. Allerdings gebe es speziell am Standort beim Friedhof Nachteile. Stadtrat Franz Handschuh von der FBU gab zu bedenken, dass die Nähe zum Friedhof, hauptsächlich zum Schmetterlingsgrab, Probleme bereiten könnte. "An dieser besonderen Grabstelle trauern Eltern, die gerade ihr Kind verloren haben. Da könnte es problematisch sein, wenn dort die Geräusche fröhlich spielender Kinder zu hören wären." Außerdem wäre die Parkplatzsituation kritisch zu sehen. Denn wenn Beerdigungen anstehen, könnten sich Mitarbeiter, Trauergäste und Elterntaxis beim Parken in die Quere kommen.

Neue Kita: Klare Mehrheit für Krumbacher Straße

Auf die Frage von Gaby Böhm (FW), ob die Frauenhoferstraße auch für eine Busanbindung der Kita geeignet wäre, erklärte Stadtrat Johannes Bögler (CSU), dass eine Anbindung der Kita dort an den Busverkehr nicht möglich sei. Nach kurzer Beratung kristallisierte sich im Ausschuss eine klare Mehrheit für den Standort Krumbacher Straße heraus. Positiv bewerteten die Stadträte die günstige Verkehrsanbindung und die Lage direkt am Singoldpark. Wenn die Kinder mit ihren Betreuerinnen das Gelände verließen, würden sie sich direkt auf einem ausgedehnten Park- und Spielgelände befinden. Zudem wäre die Hol- und Bringsituation wesentlich einfacher zu lösen. Denn der nur 150 Meter entfernte Parkplatz am Bad könnte dafür genutzt werden, um die Kinder, ohne eine Straße überqueren zu müssen, in die Kita zu bringen.

Dieses Argument überzeugte auch Katja Treischl von den Grünen, die ursprünglich den Standort am Friedhof bevorzugt hatte. Bürgermeister Klaus Förster sprach sich ebenfalls für das alte Feuerwehrgrundstück aus. Denn dort sei eine anderweitige Bebauung aus verschiedenen Gründen schwer zu realisieren. Deshalb wäre eine Kita dort aus seiner Sicht die ideale Lösung. Lediglich die beiden SPD-Stadträtinnen im Ausschuss, Johanna Ludl und Claudia Lautenbacher, hielten am Standort Frauenhoferstraße fest. Sie sehen den Vorteil in der zentraleren Lage. Dort könnten viele Eltern die Einrichtung zu Fuß oder mit dem Rad erreichen. Am Bad wären schon wieder mehr Autos im Einsatz. Bei der folgenden Abstimmung sprach sich der Kulturausschuss mit 9:2 Stimmen für die Krumbacher Straße aus.

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