Landkreis Augsburg Kreis- und Bezirksrat Manfred Buhl aus Königsbrunn wird in dieser Woche mit einer eigenen Exkursion die Testfahrt unserer Zeitung entlang der Schulbusstrecke zwischen den Stauden und Bobingen wiederholen. Allerdings auf einer anderen Route. Er sagte unserer Zeitung: Er wolle dokumentieren, dass die Probleme überall gelten – auch bei Buslinien von und nach Schwabmünchen.
Manfred Buhl setzt sich seit Jahren für mehr Sicherheit im Schulbusverkehr ein. Er sagt: „Dem Betriebsratsvorsitzenden der Schwaben-Mobil GmbH kann hinsichtlich der Belastungen und Schwierigkeiten uneingeschränkt beigepflichtet werden. Allerdings hat auch diese Medaille zwei Seiten. Es sind die Rahmenbedingungen, die den Fahrern wie auch den Kindern das Leben schwer machen. Bei Ausschreibungen zählt im Wesentlichen nur der Preis, deshalb werden diese, wie ein Wettbewerber mitteilte, auf Kante genäht – auch im Bewusstsein, dass es Ärger geben kann.“
Nur so ist es für den Kommunalpolitiker zu erklären, dass die Haltestelle an den Leonhard-Wagner-Schulen trotz vorhandenem und bestens ausgebautem Bahnhof vor den Schulen am Morgen nicht direkt bedient wird. Der Kreispolitiker: „So ist daraus die wohl gefährlichste Haltestelle mit fast erzwungenen Straßenquerungen der Kinder entstanden, da der Tunnel aus verschiedenen Gründen nicht angenommen wird. Hier hätten Stadt und Schulleitungen eine großartige Aufgabe, für mehr Sicherheit der Kinder zu sorgen; allein das wird seit Jahren nicht konkret angepackt. Lösungsmöglichkeiten wurden diskutiert, geschehen ist bislang nichts.“
Ein Versuch über einige Wochen, das Schulgelände direkt anzufahren, sei von den Kindern und Eltern positiv angenommen worden; die Rückkehr zur alten Lösung ist für Buhl nicht nachvollziehbar.
Auch die fehlenden Buswartehäuschen an vielen Haltestellen sind ihm ein Greuel: „Es darf angemerkt werden, dass für die Haltestellen nicht die Betreiber des Schülerverkehrs, sondern die Gemeinden verantwortlich sind. Den Eltern sei daher dringend geraten, sich an diese mit berechtigten Forderungen zu wenden. Es ist auch nicht einsichtig, dass trotz vorhandener, steuermittelbezahlter Haltestellen die Schulbusbetreiber Sammelhaltestellen anfahren, weil dies Zeitgewinn und wohl auch Geld bringt.“
Andererseits werden Klagen von Eltern über Sorgen beim Schülertransport selten öffentlich laut. Womöglich liegt dies auch daran, dass der Landkreis 2011 auf Manfred Buhls wiederholte Vorstöße mit einigen Maßnahmen reagiert hat (siehe Infokasten).