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Schwabmünchen: Was sich in der Wertachklinik tut

Schwabmünchen

Was sich in der Wertachklinik tut

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    Die Lage und Stimmung an der Wertachklinik Schwabmünchen nach dem Weggang zweier Chefärzte und der Schließung der Station B1 entspannt sich nun allmählich wieder.
    Die Lage und Stimmung an der Wertachklinik Schwabmünchen nach dem Weggang zweier Chefärzte und der Schließung der Station B1 entspannt sich nun allmählich wieder.

    Nach dem Weggang zweier Chefärzte und der Schließung der interdisziplinären Station B1 Anfang der Sommerferien, enspannt sich die Lage und die Stimmung unter den Mitarbeitern am Schwabmünchner Krankenhaus zunehmend.

    Chefärzte Die Suche nach neuen Chefärzten scheint erfolgreich zu sein. Wertachkliniken-Chef Martin Gösele ist zuversichtlich, dass die Stellen bald neu besetzt sind. Zwei Bewerber sollen ihre Verträge in den kommenden Wochen unterschreiben. „Es gab zahlreiche Bewerbungen und wir haben viele Gespräche geführt. Nun sind wir zuversichtlich, eine gute Entscheidung zu treffen.“ Wann genau die neuen Ärzte ihren Dienst antreten, hängt unter anderem von deren Kündigungsfrist beim bisherigen Arbeitgeber ab. Aktuell leitet die Viszeralchirurgie kommissarisch ein Duo: die leitende Oberärztin Joanna Eisenbach gemeinsam mit Oberarzt Andreas Kempinski. Die Anästhesiologie leitet übergangsweise der bisherige Stellvertreter des Chefarztes Oberarzt Janusz Kaluzynski in Schwabmünchen.

    Interdisziplinäre Station Die Station B1 am Schwabmünchner Krankenhaus ist zu Beginn der Sommerferien geschlossen worden. Anfang November öffnet sie wieder, das gab Gösele auf Nachfrage bekannt. Die Station blieb letztlich nicht nur in den Sommerferien, sondern auch den kompletten Oktober über geschlossen. Der Grund dafür sei, dass 13 neue Krankenpfleger ihre Ausbildung im September abgeschlossen hatten, übernommen worden sind und ihren Dienst im Oktober auf den Stationen antraten. „Es dauert ungefähr einen Monat, bis ein Krankenpfleger eingearbeitet ist“, erklärt Gösele. Das bindet Personal. Nach der Einarbeitungszeit öffnet die Station B1 wieder. Wegen der Schließung mussten keine Patienten abgewiesen werden, betont Gösele. Sie wurden auf anderen Stationen aufgenommen.

    Personalmangel Die 13 frisch ausgebildeten Krankenpfleger in Schwabmünchen lindern den Mangel an Pflegekräften deutlich, sagt Gösele. Aber: „Wir sind immer auf der Suche nach Personal. Wir haben immer noch Bereiche, in denen wir Stellen nachbesetzen müssen.“ Zahlen will er nicht nennen.

    Geburtenstation Die Geburtenstation in Schwabmünchen ist seit Frühjahr 2018 dicht. Daran wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern. „Ich habe die Geburtsstation in keiner Weise aufgegeben und führe nach wie vor Gespräche. Aber die Situation ist schwierig“, sagt der Krankenhaus-Chef. Es mangelt nach wie vor an Hebammen. Etwa fünf bis sechs müssten es sein, damit die Geburtenstation wieder zuverlässig ihren täglichen Rund-um-die-Uhr-Betrieb aufnehmen kann. Zwei bis drei Hebammen wären zwar bereit, zu arbeiten, doch das sei nicht ausreichend. „Wir wollen eine Komplettlösung, keinen Flickenteppich“, sagt Gösele.

    Daten und Fakten Die Wertachkliniken zählten in der Vergangenheit zu den wenigen kleinen Krankenhäusern, die schwarze Zahlen schrieben. Elf Jahre in Folge konnte ein Plus erwirtschaftet werden. Für dieses Jahr allerdings wird erstmals ein Defizit befürchtet. Die Patientenzahlen waren bis zum Jahr 2018 stetig steigend, 2019 stagnierten sie auf hohem Niveau, sagt Gösele.

    Den Wertachkliniken droht ein dickes Minus

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