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Show: Tiger fast zum Anfassen

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Tiger fast zum Anfassen

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    Eindrucksvoll präsentiert India ihr Gebiss dem Publikum.
    Eindrucksvoll präsentiert India ihr Gebiss dem Publikum. Foto: Foto: Katja Doblaski

    Schwabmünchen Noch etwas unsicher begutachten die Tiger am Beginn der Show ihren neuen Arbeitsplatz in Schwabmünchen. „Das Zelt wurde erst kurzfristig aufgestellt und die Tiger sind normalerweise Sand und Sägespäne gewohnt“, erklärt Jan Walliser das Verhalten der Raubkatzen. Seit einer Woche sind er und sein Lebenspartner, der Dompteur Christian Walliser, mit ihren elf Tigern in Schwabmünchen und präsentieren hier erstmals eine Show (wir berichteten).

    Jeder Tiger hat seinen eigenen Charakter

    „Zuerst sehen Sie die drei Flaschenkinder“, sagt Christian Walliser. Die Zwillinge Ashanty und Neomi bilden zusammen mit dem tollpatschigen Kumal eine eingeschworene Gruppe. Die Tiger, zwei und drei Jahre alt, wuchsen zusammen bei den Wallisers auf.

    „Alle drei haben zu Anfang bei uns im Bett geschlafen“, erzählt Jan Walliser während der Show. „Als sie für den Wohnwagen zu groß waren, schlief Christian für einige Tage mit im Anhänger, damit für die Tiger die Trennung nicht zu abrupt war.“ Das große Vertrauensverhältnis zwischen den Tieren und ihrem Dompteur zeigt sich auch in der Show.

    Der Charakter jedes einzelnen Tieres wird deutlich. Kumal, der dicke Tiger mit den kurzen Beinen, versucht mit allen Mitteln, dem Balanceakt auf einem Balken zwischen zwei Hockern zu entgehen. Um aber doch an das begehrte Stück Fleisch zu kommen, steigt er die Treppe auf der anderen Seite wieder hoch. Christian Walliser lässt ihn gewähren. „Bei uns bekommen die Tiere ihre Belohnung auch, wenn mal etwas nicht sofort oder nach den Regeln gelingt.“

    Die enge Bindung zwischen dem Dompteur und seinen Tigern zeigt sich auch bei der zweiten Gruppe, die Jan Walliser mit „Hier kommen die Unfalltiger“ ankündigt. Es sind die drei Tiger, die Christian Walliser 2009 angegriffen und schwer verletzt hatten. „Das ist Radja. Der hat mich in den Kopf gebissen. Das weiß ich noch“, erzählt Christian Walliser. Brav legt sich Radja vor den Dompteur, sieht ihn erwartungsvoll an und bekommt ebenfalls ein Stück Fleisch zur Belohnung.

    Nie sei es ihnen in Sinn gekommen, die drei Tiger, die sie sechs Wochen vor dem Unfall gekauft hatten, wegzugeben. „Es war schließlich meine Schuld. Sie haben sich nur natürlich verhalten“, betont Christian Walliser. Sie sehen sich den Tieren gegenüber in einer Verantwortung.

    Nach der Show kann das Publikum bei der Fütterung zusehen. Das gefällt vor allem den Kindern. Begeistert stellen sie viele Fragen, die die Wallisers gerne Geduld beantworten.

    Termine Noch bis 26. Juni gastieren die Wallisers im Gewerbegebiet Nord in Schwabmünchen. Shows gibt es von Mittwoch bis Sonntag immer um 15 Uhr.

    Bei uns im Internet

    Bilder von der Tiger-Show unter

    schwabmuenchner-allgemeine.de

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