Bobingen Am vergangenen Samstag war der Andrang im Eiscafé Lazzaris besonders groß. Das lag nicht nur am schönen Wetter und den Eisspezialitäten. Viele Besucher waren zur Eröffnung der Ausstellung „Leben und Arbeiten der Italiener in Bobingen“ gekommen. Die Dokumentation ist ein Beitrag des Heimatvereins D’Hochsträßler zum bayernweiten Festival „Stadt.Geschichte.Zukunft“ (wir berichteten).
Die ersten Italiener in Bobingen waren die Römer, betonte Vereinsvorsitzende Corinna Kammerer. Der Heimatverein habe diesmal aber hauptsächlich die neuere Geschichte untersucht. Besonders die Archivgruppe des Vereins hatte umfangreiches Material zusammengetragen.
An einer Wäscheleine, die für Italien so charakteristisch ist, wurde es zur Ausstellungseröffnung präsentiert.
Ab sofort liegen dann die ansprechend gestalteten Mappen im Eiscafé Lazzaris, im La Piazza und in der Eisbar aus und laden zum Blättern ein. Allerdings hatten die Forschungen der Hochsträßler auch ergeben, dass das erste Eis in Bobingen nicht von Italienern verkauft wurde.
Vizelandrat Max Strehle und Erster Bürgermeister Bernd Müller stimmten in ihren Grußworten darin überein, dass die Italiener in Bobingen nicht nur eine neue Heimat gefunden hätten, sondern den hier lebenden Bewohnern auch ihre Kultur nahegebracht haben.
Spontan begannen die Besucher zu tanzen
„Sie haben das italienische Lebensgefühl zu uns gebracht“, drückte es Corinna Kammerer aus. Im Ambiente des Eiscafés war das durchaus nachvollziehbar. Für die typisch italienischen Klänge sorgten Roberto de Roberti und Stefan Incedi mit Mandoline und Gitarre. Und wahrhaft italienische Momente waren es, als die Besucher ganz spontan zu tanzen begannen.
Der Heimatverein hat mit der Dokumentation ein Quiz verbunden, an dem sich jeder beteiligen kann. Die Gewinner werden im Oktober im Rahmen eines Hoigartens bekannt gegeben.