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Staudenschreiner Holzbau: Zu jedem Haus weiß der Chef eine Geschichte

Staudenschreiner Holzbau

Zu jedem Haus weiß der Chef eine Geschichte

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    Zu jedem Haus weiß der Chef eine Geschichte
    Zu jedem Haus weiß der Chef eine Geschichte

    Schwabmünchen Für Günther Wolff ist Arbeit vergleichbar mit Sport. Wenn man im Sport leistungsbereit sei, so könne man dies in der Arbeit weiterführen, sagt der Geschäftsführer der Staudenschreiner Holzbau GmbH. Bei der Internationalen Handwerkermesse in München wurde die Leistungsbereitschaft von Wolff und seinem Team belohnt: Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil überreichte ihnen den 1000. Innovationsgutschein für die Entwicklung eines energieeffizienten Gebäudes, das mehr Energie abgibt, als es verbraucht.

    „Es funktioniert. Mit unserer Haustechnik können wir das ganze Haus nicht nur mit der dort erzeugten Energie versorgen, sondern auch die überschüssige Energie speichern und sie zeitversetzt, also wenn benötigt, wieder dem Gebäude zuführen“, erklärt der gelernte Schreiner und Zimmerer. Dafür nutzten die Staudenschreiner neben Sonne und Erdwärme auch den Regen. Dabei wird das warme Regenwasser zusätzlich ins Erdreich geleitet und mit einer sogenannten „Rigole“ ebenfalls für die Wärmeerzeugung nutzbar gemacht.

    Genau diese Innovation der Holzhausbauer wurde jetzt prämiert. Ihre Anwendung soll Prof. Dr. Martin Bauer von der Hochschule Augsburg wissenschaftlich begleiten und auswerten. Künftig kann Wolff seinen Kunden auch fundiert belegen, dass seine Holzhäuser energetisch sparsam seien. Bisher konnte er nur auf die Heizkosten verweisen.

    „Holzhausbau“ habe man früher nicht lernen können, sagt der 52-Jährige. Sein Wissen über Holzhäuser und Haustechnik habe er unter anderem in Österreich und der Schweiz erworben und vertieft. In der Schweiz, so erzählt er, sei der Vermieter für die Betriebskosten zuständig. Somit baue „der Schweizer auch ganz anders als wir“.

    Er habe nie studiert, betont Wolff im Gespräch mit unserer Zeitung. Seine Pläne zeichne er noch mit der Hand auf Papier. Eine Mitarbeiterin übertrage sie anschließend am Computer in ein digitales Format.

    Stolz zeigt Wolff auf die akribisch geordneten Baupläne der Häuser, die die Staudenschreiner seit der Firmengründung 1987 gebaut haben – es sind einige. Zu fast jedem Kunden und Haus hat er eine kleine Geschichte zu erzählen, etwa zu dem Foto mit dem Holzhaus, an dessen Dachfirst ein langer Balken herausragt, an dem eine Schaukel hängt. „Diesem Kunden haben wir zu seinem Kindheitstraum verholfen“, erzählt Wolff schmunzelnd, „er wollte schon immer so eine Schaukel an seinem Haus“.

    Ein anderer Kunde habe vier Jahre lang nebenberuflich am Haus mitgearbeitet und die geleisteten Stunden bei der Abrechnung gutgeschrieben bekommen. Anders hätte er sich das Haus nicht leisten können, sagt Günther Wolff.

    Wieder ein anderer Kunde halte für die Staudenschreiner auf Messen Vorträge über den Bau seines Hauses. „Mit 95 Prozent unserer Kunden sind wir nach einem Jahr beste Freunde“, ergänzt der Holzhausbauer. „Staudenschreiner-Häuser sind hochwertige Häuser, die die Umwelt nicht belasten – und trotzdem bezahlbar“, betont Wolff. Er begründet dies unter anderem mit den wirtschaftlichen, kurzen Wegen, den wenigen Ansprechpartnern und den regionalen Lieferanten der Bauteile, die er zukauft.

    Eine Besonderheit sei auch die „geschossübergreifende Bauweise“ seiner Häuser. Das heißt, die Wände des Gebäudes werden aus einem Stück gebaut. Dadurch sei das Haus stabiler. Dies habe ein Prüfinstitut in Leipzig bestätigt: „Die Staudenschreiner-Häuser sind doppelt so stabil wie in der Din-Norm gefordert“, sagt der Schreiner- und Zimmerermeister stolz.

    Und diese Stabilität hat sich offenbar auch auf das Unternehmen übertragen. Im September dieses Jahres feiern die Staudenschreiner ihr 25. Firmenjubiläum.

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