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Verkehr: An dieser Kreuzung haben Anwohner Angst

Verkehr

An dieser Kreuzung haben Anwohner Angst

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    Die Anwohner in der Römerstraße haben Angst um ihre Kinder und um die Zäune. Sechs Unfälle in einem Jahr sind zuviel.
    Die Anwohner in der Römerstraße haben Angst um ihre Kinder und um die Zäune. Sechs Unfälle in einem Jahr sind zuviel. Foto: Elmar Knöchel

    Die Anwohner der Kreuzung Römerstraße/Wolfsgäßchen in Bobingen bekommen öfters Besuch. Doch der bringt zumeist keinen Kuchen mit, sondern fährt mit Karacho in die Umzäunung der Häuser. Bereits sechsmal hatte es in diesem Jahr schon gekracht.

    Die Anwohner sind alles andere als erfreut, dass sie immer wieder ihre Zäune reparieren lassen müssen. Zumal sich die Abwicklung mit den Versicherungen der Fahrer manchmal recht langwierig gestaltet. Deshalb wünschen sich die Anwohner eine Umgestaltung der Kreuzung: Die Vorfahrtsregelung soll geändert werden.

    Einen Bericht in der Schwabmünchner Allgemeinen nahm die Stadtratsfraktion der CSU zum Anlass, einen entsprechenden Antrag im Stadtgremium einzubringen. Dieser wurde bereits im Oktober behandelt. Beschlossen wurde ein Ortstermin mit Experten aus dem Tiefbauamt und von der Polizei. Die Stellungnahme war jetzt Thema im Bauausschuss.

    In dem Papier heißt es, dass die Beschilderung an dieser Kreuzung ausreichend sei. In einer „Zone 30“ müsse laut Straßenverkehrsordnung grundsätzlich die Regel „Rechts vor Links“ gelten. Ausnahmen seien nur dort zulässig, wo es die Verkehrssicherheit wegen einer besonderen Situation an einer Kreuzung erfordere. Dies träfe aber auf diese Kreuzung nicht zu. Somit sei eine Änderung der Vorfahrtsregelung an dieser Stelle nicht zu empfehlen. Als mögliche Maßnahmen wurden genannt, eventuell die Straße an dieser Stelle zu verschränken, um das Tempo zu drosseln und mehr Aufmerksamkeit seitens der Fahrer zu erzwingen.

    Die zweite Möglichkeit: zusätzlich Warnschilder „Achtung Kreuzung“ aufstellen. Diese würden gesondert auf die Kreuzung hinweisen und an „Rechts vor Links“ erinnern. Nach kurzer Beratung wurde im Bauausschuss beschlossen, es mit neuen Warnschildern zu versuchen. Die technische Machbarkeit einer Fahrbahnverschränkung soll zwar geprüft werden, die Umsetzung würde aber im Moment nicht angestrebt.

    Ein weiteres Thema war die Straßberger Straße, die südlich an der Bobinger Siedlung vorbei in Richtung Straßberg führt, und eine Besonderheit hat. Von Straßberg bis zum Kreisverkehr an der Max-Fischer-Straße ist die Straße eine sogenannte „Kreisstraße“. Somit ist der Landkreis für den Erhalt und die Verkehrsregelung zuständig. Ab dem Kreisverkehr ist sie als Ortsstraße eingestuft, für die die Stadt Bobingen zuständig ist. Während auf der Ortsstraße Tempo 60 gilt, hat der Kreis auf der Straßberger Straße Tempo 70 ausgeschildert. Dies allerdings erst auf Betreiben der Stadt Bobingen.

    Zuerst hätte dort Tempo 100 gelten sollen. Was allerdings nach Ansicht der Verantwortlichen bei der Stadt ein zu großes Risiko darstellen würde. Speziell auf die gefährliche und unübersichtliche Kreuzung an der Winterstraße hätte das negative Auswirkungen. Nun hatte das Landratsamt die Stadt aufgefordert, um den Verkehrsfluss nicht unnötig zu behindern, auch auf der Weidenstraße Tempo 70 einzuführen. In einem einstimmigen Beschluss haben nun die Bauausschuss-Mitglieder beschlossen, aus Sicherheitsgründen dieser Aufforderung nicht nachzukommen.

    Im Gegenzug will die Stadt ihrerseits nun dem Landratsamt nahelegen, auf der Straßberger Straße sicherheitshalber ebenfalls Tempo 60 einzuführen.

    Erst im Sommer dieses Jahres hatte es trotz Tempo 60 auf der Straßberger Straße einen tödlichen Unfall gegeben.

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