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Abriss Festsaal Hotel Zeller Königsbrunn

Im Zeller-Saal in Königsbrunn fanden legendäre Partys statt

Foto: Marcus Merk

Striptease und Silvester: In 70 Jahren fanden in dem jetzt abgerissenen Saal des Hotels Zeller in Königsbrunn tausende Feiern statt. Einige bleiben in Erinnerung.

Nur die Wand steht noch. Ansonsten hat der Bagger beim Hotel Zeller in Königsbrunn schon ganze Arbeit geleistet. Ende der Woche soll der Abriss des Festsaals abgeschlossen sein. Der "Zeller-Saal" ist genau genommen sogar älter als das Hotel Zeller. 1954 wurde dort zum ersten Mal gefeiert. Aus dem Gasthof "Zum Goldenen Hirsch", der seit 1919 in Familienbesitz ist, wurde erst 1968 das Hotel Zeller. In sieben Jahrzehnten gab es einige denkwürdige Feiern. 

Daran erinnern sich sowohl Walter und Georgine "Gina" Mitzel, geborene Zeller, die das Hotel jahrzehntelang führten, als auch ihre Tochter Gabi Dreisbach. Vor 21 Jahren stand ein Generationenwechsel an. Heute leiten Gabi Dreisbach, ihr Mann Christian und ihre Schwester Gundi Mitzel das Hotel. Der Festsaal wurde in Königsbrunn in den 1950er-Jahren sehnlichst erwartet, erinnert Gina Mitzel sich: "Hochzeiten waren schon angemeldet, als der Saal noch gar nicht fertig war." Für Hochzeiten und Familienfeiern blieb er auch in den kommenden Jahrzehnten eine der ersten Anlaufstellen in Königsbrunn, 80 bis 85 davon seien es in manchen Jahren gewesen.

CCK Fantasia wurde im "Zeller-Saal" in Königsbrunn gegründet

In den ersten Jahren war es gar nicht so leicht, den Saal warm zu bekommen. Denn statt einer Zentralheizung habe es damals zwei Kanonenöfen mit Sägemehl gegeben, erzählt Walter Mitzel. "Die mussten einen Tag vorher schon angeheizt werden, damit es ein bisschen warm war." Das sei aber kein Problem gewesen, denn erst ein Glühwein, dann ein Bier zu vierzig Pfennig und ausgelassenes Feiern hunderter Gäste hätten den Saal schon aufgeheizt.

Der Bagger bei der Arbeit im Festsaal des Hotels Zeller in Königsbrunn.
Foto: Marcus Merk

Seinen Ursprung nahm im Festsaal 1977 der Königsbrunner Fasching - oder zumindest dessen bekannteste Institution. Damals wurde im Hotel der CCK Fantasia gegründet. Hunderte Königsbrunner, in der Regel 300 bis 350, feierten dort außerdem bei den Silvesterbällen in das neue Jahr. Und wenige Wochen später stand schon die nächste Sause an. 

Die Hotelbesitzer vor den Resten des Festsaals, der nach 70 Jahren und tausenden Festen abgerissen wurde: Gabi Dreisbach (von links) und ihre Eltern Walter und Gina Mitzel.
Foto: Marco Keitel

Denn in der letzten Januarwoche war es traditionell an der Zeit für den Hausball des Hotels. Dazu gehörte von den 1970er-Jahren bis zur Jahrtausendwende eine besondere Showeinlage. Um Mitternacht traten Striptease-Tänzerinnen aus Augsburger Bars auf, etwa aus dem Apollo. Und versetzten dem Vernehmen nach vor allem die männlichen Gäste regelmäßig in Ausnahmezustand. 

So war der Festsaal des Hotel Zellers in Königsbrunn dekoriert, um ins neue Jahrtausend zu feiern
Foto: Hotel Zeller

Gabi Dreisbach erinnert sich, wie sie als Zehn- oder Elfjährige wieder herunter zum Festsaal geschlichen sei, nachdem ihre Mutter sie längst hinauf in die Wohnung geschickt hatte. Unter einem Tisch an der Garderobe habe sie sich versteckt, um auch die späten Stunden einer großen Feier mitzuerleben. 

Striptease um Mitternacht gehörte von den 1970er-Jahren bis etwa zur Jahrtausendewende zu den Hausbällen des Hotels Zeller in Königsbrunn.
Foto: Hotel Zeller

Mit den Striptease-Tänzen waren die Hausbälle meistens noch lange nicht vorbei. Walter Mitzel: "Um 1 Uhr kam die Trachtenkapelle mit ihrem damaligen Leiter Peter Mögele und dann ging das Remmidemmi von vorne los."

Der wohl berühmteste aller bayerischen Ministerpräsidenten aß, damals noch als Bundestagsabgeordneter, in Königsbrunn Presssack: Franz Josef Strauß (links) 1970 mit Walter Mitzel.
Foto: Hotel Zeller

Nicht zum Feiern, sondern zum Essen, war 1970 Franz Josef Strauß im Hotel Zeller. Die CSU-Legende konnte sich bei der Bestellung einen Seitenhieb gegen die SPD nicht verkneifen. Walter Mitzel erzählt, zu seinem Küchenchef habe er damals gesagt: "Halte mal Filetsteaks bereit, der Franz Josef Strauß will bestimmt etwas Besonderes." Es kam anders. Filetsteaks müssen nicht sein, habe Strauß gesagt, lieber hätte er einen gemischten Presssack. "Am besten bringen Sie mir einen roten - weil die Roten müssen weg."

Auch im Festsaal wurde nicht nur gefeiert. Hier wurde auch geboxt, es gab Modenschauen, Roy-Black-Fans kamen zusammen und der Chor Vox Corona hielt jahrelang seine Proben im "Zeller-Saal" ab. 

Umbaupläne sind die Gründe, weshalb mit dem Festsaal nun ein "Herzstück", wie Walter Mitzel sagt, abgerissen wurde. Wo früher getanzt wurde, wird dann geparkt. Denn, wenn im Winter die Bauarbeiten starten, werde eine Alternative zu dem Parkplatz an der Nordseite des Hotels nötig, erklärt Gabi Dreisbach. 

Ist Ihnen eine Feier oder eine Begebenheit im Festsaal des Hotels Zeller in Königsbrunn besonders in Erinnerung geblieben? Schreiben Sie uns eine Mail an redaktion@schwabmuenchner-allgemeine.de.