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Aufgefallen: Warum heißt der Löwenzahn auf der Wiese eigentlich Bettscheißer?

Aufgefallen

Warum heißt der Löwenzahn auf der Wiese eigentlich Bettscheißer?

Maximilian Czysz
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    Goldgelb: Ein Löwenzahn steht auf einer Wiese. Im Schwäbischen wird er auch "Bettscheißer" oder "Bettsoicherle" genannt.
    Goldgelb: Ein Löwenzahn steht auf einer Wiese. Im Schwäbischen wird er auch "Bettscheißer" oder "Bettsoicherle" genannt. Foto: Friso Gentsch, dpa (Symbolbild)

    Er sticht im Augenblick aus vielen Wiesen heraus: Die Rede ist vom knallgelben Löwenzahn. Er ist ein echter Alleskönner.

    Aus seinen Blättern lassen sich Salate zaubern. Das Wildgemüse schmeckt leicht bitter, die Wurzeln süßlich. Früher wurden die im Spätsommer gestochenen Wurzeln sogar geröstet und dienten dann als Kaffee-Ersatz. Kräuterexperten schätzen den Löwenzahn, weil er sich bei allerlei Beschwerden und Krankheiten verwenden lässt. Er soll zum Beispiel blutreinigend sein. Er kann wohl auch bei Leber- und Gallenleiden, bei chronischen Ekzemen und Wassersucht helfen.

    Besondere Eigenschaft des Löwenzahns

    Der Löwenzahn hat noch eine andere Eigenschaft, die ganz klar der Dialekt zur Sprache bringt: Er wird im Schwäbischen nämlich "Bettscheißer" oder "Bettsoicherle" genannt. Das mag daran liegen, dass die knallgelben Köpfchen schnell Flecken machen und jede weiße Bettwäsche verderben. Die leidet auch aus einem ganz anderen Grund. Denn Löwenzahn wirkt nämlich abführend und in jedem Fall harntreibend. Darauf spielt der französische Name ganz unverblümt an: In Frankreich heißt der Löwenzahn "pissenlit", was übersetzt "Bettpinkler" bedeutet.

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