Planungssicherheit? Hat Khaled Ismaiel seit Monaten nicht. Er gilt als ausreisepflichtig. Seine Duldung wurde bisher immer wieder verlängert, aber immer nur um einige Wochen. Fast jeden Monat muss er eine Abschiebung befürchten. Das nächste Mal Mitte März. Obwohl er in Deutschland gearbeitet hat, betont, dass er nie Geld vom Staat wollte und sein Chef ihn braucht, immer wieder um sein Bleiberecht kämpft. Genau genommen ist Thomas Eitzenberger, der in Kleinaitingen ein Unternehmen für Schwimmbadtechnik hat, sein ehemaliger Chef. Arbeiten darf Ismaiel seit Herbst nicht mehr. Dabei spielen laut Regierung von Schwaben auch Fehltritte aus der Vergangenheit eine Rolle. „Mein Kopf tut weh“, sagt der 29-jährige Ägypter, „ich habe viel Stress.“ Er will wieder arbeiten. Das Herumsitzen mache seinen Kopf kaputt, sagt er. Mittlerweile bekommt er das, was er nie wollte: Geld vom Staat. Aber kein Arbeitslosengeld, obwohl er, wie Eitzenberger betont, dafür Beiträge gezahlt habe, als er noch arbeiten durfte. Ismaiel hat seit Kurzem die Bezahlkarte für Asylbewerber. Nur 50 Euro im Monat bekommt er seitdem bar, für etwas mehr als 400 kann er mit der Karte in manchen Läden einkaufen.
Kleinaitingen
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