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Bobingen: Die Bobinger Schloßbergschänke muss nach 35 Jahren schließen

Bobingen

Die Bobinger Schloßbergschänke muss nach 35 Jahren schließen

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    Die Tür der Schloßbergschänke ist nun zu: Nach 35 Jahren schließt das beliebte Lokal in der Bobinger Siedlung.
    Die Tür der Schloßbergschänke ist nun zu: Nach 35 Jahren schließt das beliebte Lokal in der Bobinger Siedlung. Foto: Elmar Knöchel

    Eine Institution schließt ihre Türen. Das Aus für die Schloßbergschänke kam nach 35 Jahren schnell, kurz, aber nicht schmerzlos. Eine große Überraschung war das Ende des griechischen Restaurants wohl für niemanden mehr. Denn wie das Restaurant die Monate während des Lockdowns, praktisch ohne Umsatz, überstehen hätte sollen, war den meisten unklar.

    Dazu kamen noch andere Gründe. Betreiberin Nikki Kressos, die selbst am Herd stand und die griechische Küche in die Siedlung brachte, ist nicht mehr die Jüngste. Und auch das zweite „Gesicht“ der Schloßbergschänke, von allen nur liebevoll „Dhaki“ genannt, hatte mehr und mehr mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Ein Krankenhausaufenthalt und eine Operation beschleunigten nun wohl das Ende des beliebten Lokals.

    Schloßbergschänke beliebter Treffpunkt in Bobingen-Siedlung

    Das Lokal im Wertachzentrum war ein beliebter Treffpunkt, der viel zum positiven Lebensgefühl in dem Bobinger Ortsteil beitrug. Zudem konnte man dort gut und preiswert essen. Und die gute Seele Dhaki war immer zu einem Plausch mit den Gästen aufgelegt.

    Als Stammgast konnte man sich das Bestellen seines Getränkes durchaus sparen. Denn kurz nach Betreten des Lokals stand das Getränk wie durch Zauberhand bereits auf dem Tisch. Dhaki kannte seine Gäste. Und seine Gäste kannten ihn. Viele konnten die drei Wochen Urlaub im August, in denen er seine alte Heimat besuchte, kaum abwarten, bis die Schänke wieder ihre Tore öffnete. Dann erzählte er gerne davon, wie heiß es doch in Griechenland gewesen sei. Und davon, dass er seinen Sohn, der auf Zypern lebt, selten sieht.

    Auch gesundheitlich hatte er immer öfter Probleme. Doch seine gute Laune ließ er sich nie vermiesen. Und auch nicht das freundschaftliche Verhältnis zu seinen Gästen. Zurück nach Griechenland will Dhaki allerdings nicht. Seine Frau arbeitet schließlich weiterhin im Bobinger Krankenhaus. Er selbst will sich nun erst einmal von der Operation erholen und dann seinen Ruhestand genießen. Hier in Bobingen. „Ich bin schon so lange hier. Wieso sollte ich woanders hingehen“, bekräftigt er. So verliert die Siedlung zwar das Restaurant, ein guter Freund aber bleibt.

    Kommt wieder ein Gastronomiebetrieb in Bobingen?

    Sowohl Quartiersmanagerin Cora Hemming-Haas als auch Bürgermeister Klaus Förster betonen, dass es bereits Gespräche mit der Eigentümerin der Immobilie, Helena Möller, gibt, um wieder einen Gastronomiebetrieb im Wertachzentrum anzusiedeln. Ein Gastro-Makler sei bereits beauftragt, ein Konzept zu entwickeln. Je nach den Erfordernissen dieses Konzeptes könnte sich die Eigentümerin auch vorstellen, die Gaststätte zu renovieren und anzupassen. Hört man sich in der Siedlung um, würden es viele begrüßen, wenn ein Betreiber mit guter, deutscher Küche dort einziehen würde. Vorerst bleibt allerdings nur abzuwarten, was sich ergeben wird. Positiv allerdings ist, dass die Eigentümerin bereits klargemacht hat, dass sowohl die Schützen ihre Räume im Keller weiterhin nutzen können als auch das Nebenzimmer für die Vereine zugänglich bleibt.

    Und noch eine weitere gute Nachricht gibt es: Nachdem zwischenzeitlich bekannt wurde, dass die Räumlichkeiten der früheren Apotheke im Wertachzentrum zur Wohnung umgebaut werden sollten, hat sich hier etwas bewegt. Nach neuesten Informationen von Quartiersmanagerin Cora Hemming-Haas soll hier bald ein Friseursalon einziehen. Das ist eine Nachricht, auf die viele Siedlerinnen und Siedler schon lange gewartet haben dürften.

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