Mit einer Krippenausstellung startet die Kolpingfamilie Bobingen in ihr Jubiläumsjahr: Sie feiert 2025 zum einen ihr 100-jähriges Bestehen, zum anderen 50 Jahre Arbeit in der Kolpingjugend. Die traditionelle Krippenausstellung ist der Startschuss. Schon früh am Samstagmorgen dröhnte deshalb das Klopfen von Hämmern und das Geräusch von Stichsägen durch die Pestalozzistraße.
Auf der Wiese gegenüber dem Bobinger Laurentiushaus wurde eine besondere Kolpingkrippe aufgebaut und ist dort bis zum Ende der Krippenausstellung am 1. Dezember zu besichtigen. Danach zieht die große Kolpingkrippe um auf den Kirchplatz gegenüber der Pfarrkirche. Sie besteht aus über 90 Teilen und wurde von verschiedenen Mitgliedern der Kolpingfamilie gestaltet. Sogar Kolpingpräses Pfarrer Dominic Ehehalt steuerte eine Figur bei: eine kleine Schildkröte. Eine Schildkröte in einer Krippe? Ja, das geht. Und sie passt zu klassischen Krippenfiguren oder ganz speziellen wie dem Engel Aloisius oder der Kolpingkapelle, zu Fuchs, Hase oder Eichhörnchen.
Das Krippenteam ist mit der Arbeit in Bobingen zufrieden
Die Kolpingkrippe zeigt nicht nur die klassische Krippenszene mit Maria und Josef im Stall, sondern ist zugleich Zeugnis der ungeheuren Vielfalt, die sich in einer (Kolping-)familie finden. „Es ist wirklich unglaublich, was da alles zusammengekommen ist“, sagt Manfred Bobinger vom Krippenteam, der federführend beim Aufstellen mit dabei ist. „Manche Figuren sind richtige Kunstwerke geworden.“
Als sich das Krippenteam mit der Vorbereitung der Krippenausstellung im Laurentiushaus beschäftigte, war schnell klar, dass man zum Jubiläum gerne eine besondere Krippe bauen wollte. Das Problem: „Einen kleinen Stall kann ja nur einer machen, wir sind aber viele“, stellten die Verantwortlichen schnell fest. So war die Idee zu einer neuen Krippe geboren. Draußen, auf der Wiese sollte sie stehen und jeder, der wollte, konnte sich daran beteiligen. Mit einem Tier oder einer Figur seiner Wahl. Schon beim Kapellenfest Mitte September stellte das Krippenteam die Idee vor. Die Heilige Familie und das erste Schaf waren da schon fertig und gaben den Rahmen für die Figurengröße vor. Vier Wochen später bot das Team die Möglichkeit an, sich im Kolpinglager mit Material zu versorgen und die ausgewählte Figur aus den bereitgestellten Holzplatten auszusägen. Dann durften die Teilnehmer zu Hause nach Herzenslust an ihren Figuren arbeiten und diese bemalen.
Echte Kunstwerke sind dabei entstanden. Und eine Krippe mit einer ungeahnten Vielfalt: So zieren zwei Elefanten das Bild, eine ganze Engelsschar bewacht die Heilige Familie und die Hirten haben mit den vielen verschiedenen Schafen alle Hände voll zu tun. In einer Waldszene, umrahmt von kleinen Tannenbäumen, tummeln sich Fuchs, Hase und Igel. Eine kleine Familie schaut auf der anderen Seite von einem Bänkchen aus über die Krippenszene. Engel tollen auf Holzpfosten durch die Lüfte. Ochs und Esel bewachen ganz klassisch den Stall mit Maria, Josef und dem kleinen Jesuskind in der Krippe. Dennoch fügt sich am Ende alles zu einem stimmigen Gesamtbild. Die über neunzig unterschiedlichen Figuren passen gut zusammen und zeigen eines: In einer Familie kann es viele verschiedene Richtungen geben, am Ende aber ergibt sich eine Einheit.
Während die besondere Kolpingkrippe schon jetzt bei einem Spaziergang besichtigt werden kann, wird die Krippenausstellung vom 24. November bis zum 1. Dezember geöffnet sein. Dort werden verschiedene Haus- und Kirchenkrippen aus Bobingen und Umgebung ausgestellt. Für Kaffee und Kuchen ist am Wochenende gesorgt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Öffnungszeiten Krippenausstellung
- Sonntag, 24. November: 10 bis 20 Uhr
- Montag bis Mittwoch, 25. bis 27. November: 17 bis 19 Uhr
- Donnerstag, Freitag, 28. und 29. November: 17 bis 20 Uhr
- Samstag, 30. November: 14 bis 20 Uhr
- Sonntag, 1. Dezember: 10 bis 18 Uhr
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