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Jetzt ist es offiziell: Bauminister Christian Bernreiter übergibt den Förderbescheid für Königsbrunns Forum

Königsbrunn

Ein Projekt, das auch in Berlin heraussticht: Königsbrunn bekommt erste Millionenförderung für Forum

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    Bürgermeister (links) und Bauminister sprechen über Königsbrunns großes Projekt: das Forum.
    Bürgermeister (links) und Bauminister sprechen über Königsbrunns großes Projekt: das Forum. Foto: Andreas Lode

    Ein Scheck, auf dem ein Betrag von 5,6 Millionen Euro steht, ist auch für die Städte im Landkreis Augsburg nichts Alltägliches. Dabei steht die symbolische Fördertafel, die Bayerns Bauminister Christian Bernreiter Königsbrunns Bürgermeister Franz Feigl (beide CSU) auf der Außentreppe der ehemaligen Königstherme überreichte, nur für die erste Rate für das Megaprojekt Forum. Insgesamt kann die Stadt mit einem Vielfachen an Fördermitteln rechnen, voraussichtlich mit einer Summe im Bereich von 25 oder 30 Millionen.

    Sie machen es (voraussichtlich) möglich: Königsbrunns Projektteam Forum hinter Christian Bernreiter (links) und Franz Feigl, die den 5,6-Millionen-Euro-Scheck hochhalten.
    Sie machen es (voraussichtlich) möglich: Königsbrunns Projektteam Forum hinter Christian Bernreiter (links) und Franz Feigl, die den 5,6-Millionen-Euro-Scheck hochhalten. Foto: Andreas Lode

    Denn das Forum soll ein besonderes Bauwerk werden. Bernreiter sagte: „Das Projekt ist sehr innovativ und ressourcenschonend.“ Ein Großteil der Förderung für das insgesamt voraussichtlich 46 Millionen Euro teure Vorhaben kommt von Bund und Land. Den außergewöhnlich hohen Fördersatz von 80 Prozent der förderfähigen Kosten hat Königsbrunn einer Innovationsklausel des Bundes zu verdanken. Die kommt zum ersten Mal überhaupt im Freistaat zum Tragen, wie Bernreiter betont. Viereinhalb Millionen Euro kommen voraussichtlich außerdem von der Förderbank KfW.

    Was alles einmal in Königsbrunns Forum Platz finden soll

    Hinter der Eisarena, wo heute noch Reste der ehemaligen Königstherme stehen, soll das Königsbrunner Forum entstehen. Ein „Zentrum der Kultur und Begegnung“ soll es laut Stadt werden. Beherbergen soll es Veranstaltungssaal, Museen, Stadtbücherei, Sing- und Musikschule, Stadtarchiv, Rot-Kreuz-Station und Gastronomie. Ein Musterbeispiel des zirkulären Bauens soll es werden. Altes Material, etwa aus der abgerissenen Grundschule, der Königstherme, der alten Dehner-Filiale, wird nachhaltig wiederverwendet. Das macht laut Verwaltung eine erhöhte Förderung von 80 Prozent der förderfähigen Kosten möglich. Aber schon die Planung kostet Millionen.

    Weil das Projekt so etwas Besonderes ist, und der Bund beteiligt, kam Ministerialrat Joachim Gerth vom Bundesbauministerium extra aus Berlin. Mit dem Zug und weiter mit der Straßenbahn, wie Feigl in seiner Begrüßung erwähnte. Gerth sagte: „Das ist ein Projekt, über das wir auch in Berlin sagen: Das sticht heraus.“ Die investierten Millionen seien hier gut angelegt. Er freue sich schon darauf, zur Eröffnung spätestens im Jahr 2031 wieder vorbeizukommen.

    „Das ist ein Projekt, über das wir auch in Berlin sagen: Das sticht heraus“, sagt Ministerialrat Joachim Gerth über Königsbrunns Forum.
    „Das ist ein Projekt, über das wir auch in Berlin sagen: Das sticht heraus“, sagt Ministerialrat Joachim Gerth über Königsbrunns Forum. Foto: Andreas Lode

    Nicht wegwerfen: Damit beginnt in Königsbrunn zukunftsfähiges Bauen

    Thomas Steimle vom zuständigen Stuttgarter Architekturbüro sagte: „Zukunftsfähige Nachhaltigkeit beginnt mit der bewussten Entscheidung, etwas nicht wegzuwerfen.“ Er zeigte eine Illustration mit den drei „Bausteinen“ des Projekts: dem Neubau, den Resten der Therme und der Eishalle.

    „Zukunftsfähige Nachhaltigkeit beginnt mit der bewussten Entscheidung, etwas nicht wegzuwerfen“, sagt der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle.
    „Zukunftsfähige Nachhaltigkeit beginnt mit der bewussten Entscheidung, etwas nicht wegzuwerfen“, sagt der Stuttgarter Architekt Thomas Steimle. Foto: Andreas Lode

    Minister Bernreiter, der zuvor vom Blasorchester Königsbrunn musikalisch begrüßt worden war, verewigte sich noch im Goldenen Buch der Stadt.

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