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Feuerwehr Langenneufnach blickt auf 150 Jahre Geschichte und feiert vom 12. bis 14. Juni Jubiläum

Langenneufnach

Die Feuerwehr in Langenneufnach feiert ihr 150. Jubiläum

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    Vom 12. bis 14. Juni feiern die Mitglieder der Feuerwehr Langenneufnach ihr 150. Vereinsjubiläum.
    Vom 12. bis 14. Juni feiern die Mitglieder der Feuerwehr Langenneufnach ihr 150. Vereinsjubiläum. Foto: Franziska Weiß

    Seit 150 Jahren gibt es die freiwillige Feuerwehr Langenneufnach. Dieses Jubiläum wird der Verein mit einem Festwochenende vom 12. bis 14. Juni auf dem Festplatz gegenüber dem Rathaus feiern. Am Freitagabend beginnen die Feierlichkeiten um 18 Uhr mit einem Partyabend mit den Original Wertachtaler. Weiter geht es am Samstagabend mit dem Musikverein Balzhausen sowie anschließend mit der österreichischen Musikgruppe „Draufgänger“, für deren Auftritt es bereits Tickets bei der Feuerwehr zu kaufen gibt. Einlass ist um 18 Uhr. Am Sonntag findet ab 8.30 Uhr ein Frühschoppen sowie ein Gottesdienst um 10 Uhr statt. Mit dem großen Festumzug und Fahneneinzug, der um 14 Uhr startet, erreicht das Jubiläumsfest seinen Höhepunkt. Nachmittags unterhalten im Festzelt D`Schwarzachtaler aus Waldberg und den Festausklang übernimmt ab 19 Uhr die Musikvereinigung Ziemetshausen.

    Begonnen hat die Vereinsgeschichte am 2. Februar 1876, als der damalige Bürgermeister Josef Höß und Pfarrherr Josef Birkhofer zu einer Versammlung eingeladen hatten. 46 wehrpflichtige Männer trugen sich damals in die Mitgliederliste ein und gründeten somit die freiwillige Feuerwehr Langenneufnach. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Feuerwehr stetig weiter, investierte in technische Ausstattung wie neue Feuerwehrspritzen und wurde zu etlichen Brandeinsätzen gerufen.

    Feuerwehr: Die Zeit nach dem Krieg war herausfordernd

    Herausfordernd war die Zeit des Zweiten Weltkriegs, als viele junge Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden, sodass eine Frauenfeuerwehr mit 27 Frauen gegründet wurde. Nach dem Ende des Krieges wurde das Vereinsleben zwar wieder aufgenommen, aber es fehlte an finanziellen Mitteln. Deshalb führte der Verein eine Feuerwehrkasse ein, in die jedes Mitglied damals einen Jahresbeitrag in Höhe von zwei Mark einbezahlen musste. Weitere Einnahmen erzielte der Verein, wenn Kameraden unentschuldigt den Übungen fernblieben. Heute kaum vorstellbar waren die damals strengen Regelungen für Übungen, da das Landratsamt bei mehrmaligem „böswilligem und unentschuldigtem Fernbleiben“ die Verständigung der Polizei anordnete.

    Im April 1972 fand die feierliche Einweihung des damals neu gebauten Feuerwehrhauses in Langenneufnach statt. Dieses Gebäude wurde mittlerweile zum Musikerheim umgebaut und die Feuerwehr errichtete ein größeres Feuerwehrhaus am Fischerweg.
    Im April 1972 fand die feierliche Einweihung des damals neu gebauten Feuerwehrhauses in Langenneufnach statt. Dieses Gebäude wurde mittlerweile zum Musikerheim umgebaut und die Feuerwehr errichtete ein größeres Feuerwehrhaus am Fischerweg. Foto: Karin Marz (Repro)

    In den 1960er Jahren kaufte der Verein schließlich ein erstes Feuerwehrauto und begann mit den Planungen für den Bau eines Feuerwehrhauses, da zuvor die Feuerwehrgeräte lediglich in einem einfachen Holzschuppen untergebracht waren. Im Jahr 1972 wurde schließlich das neue Feuerwehrhaus feierlich eingeweiht. Weitere Mitglieder erhielt die Feuerwehr Langenneufnach durch die Eingemeindung des damals noch selbstständigen Nachbarorts Habertsweiler und dem Beitritt der dortigen Feuerwehrkameraden.

    Meilenstein: Ein neues Feuerwehrhaus wurde gebaut

    Im Laufe der letzten Jahrzehnte investierte die Feuerwehr in weitere technische Ausstattung wie ein Tanklösch- und Tragkraftspritzenfahrzeuge sowie Rettungsscheren, da auch die Einsätze immer anspruchsvoller wurden. Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Feuerwehr war der Neubau des Feuerwehrhauses in den Jahren 2012/2013. Heute gehören der Feuerwehr rund 140 Vereinsmitglieder sowie 76 aktive Feuerwehrmitglieder an, davon acht Frauen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren, um zu jeder Tages- und Nachtzeit im Notfall zu helfen. Erster Kommandant ist derzeit Matthias Brecheisen. Zur 150-Jahr-Feier sagt Vereinsvorsitzender Klaus Bronner: „Wir freuen uns auf ein schönes Fest nicht nur für die Feuerwehr, sondern für die ganze Bevölkerung, auf das wir auch in ein paar Jahren mit Stolz zurückblicken können.“

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