In der konstituierenden Sitzung des Langerringer Gemeinderats legten neun neue Mitglieder ihren Amtseid ab. Bürgermeister Marcus Knoll behält seine bisherigen Stellvertreter: Stefan Baur (CSU/UW) bleibt Zweiter Bürgermeister, Wolfgang Hirschner (SPD) Dritter. Hirschner setzte sich gegen zwei Mitbewerber durch. Carolin Scheitz, neu im Rat für die Freien Wähler, schlug ihren Parteikollegen Ralph Maier vor: „Als zweitstärkste Fraktion sollte ein Bürgermeister aus unseren Reihen kommen.“ Katja Hörsgen, frisch gewählte Grünen-Vertreterin, kandidierte ebenfalls: „Eine Frau auf diesem Posten täte der Gemeinde gut.“ Hirschner gewann mit neun von 17 Stimmen. Von den 16 Gemeinderäten sind vier Frauen.
Nach der Wahl der Stellvertreter ging es um die Besetzung des Rechnungsprüfungsausschusses. Laut Wahlergebnis stehen der CSU/UW zwei Sitze zu, den Freien Wählern, Grünen und der Dorfliste Schwabmühlhausen je einer. Die SPD wäre unberücksichtigt geblieben.
SPD bekommt einen Sitz „geschenkt“
Doch Stefan Baur erklärte: „Im Sinne der Demokratie geben wir einen Sitz an die SPD ab, damit jede Fraktion vertreten ist.“ Der Ausschuss setzt sich nun aus Lukas Buchner (CSU/UW), Carolin Scheitz (FW, Vorsitz), Stefanie Olf (Grüne), Manfred Reute (SPD) und Herbert Rogg (DL) zusammen. Auf weitere beratende Ausschüsse verzichtet die Gemeinde weiterhin.
Auch die Vertreter für die Gemeindeversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Langerringen wurden bestimmt. Hier verzichtete die CSU/UW ebenfalls auf einen Sitz, um alle Fraktionen einzubinden. Die bisherigen Referentinnen der Gemeinde bleiben im Amt und wurden vom Rat bestätigt: Beate Schulz-Zech (Senioren und Inklusion), Anna Botzenhardt (Jugendarbeit), Regina Hinz (Kunst und Kultur) und Tina Weissig (Markttreiben). In der ersten Abstimmung des neuen Gemeinderats ging es um die Entschädigung der Mitglieder. Diese wurde auf 750 Euro pro Jahr erhöht.
Eine Urkunde zum Abschied
Bürgermeister Knoll verabschiedete die neun ausgeschiedenen Gemeinderäte der Wahlperiode 2020 bis 2026 mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde und einer Urkunde. „Einige von Euch haben sich aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl gestellt, bei anderen entschied das Wählervotum“, sagte Knoll. Besonders würdigte er Andreas Rohrer, der nach 30 Jahren aus dem Rat ausscheidet. Herbert Graßl und Karl Schaffner waren 18 Jahre dabei, Enno Hörgen und Herbert Rupprecht zwölf Jahre, Tobias Erhart, Barbara Rösner, Gregor Rager und Klaus Tochtermann sechs Jahre. „Es war mir eine Freude, mit Euch zu arbeiten. Ihr habt maßgeblich dazu beigetragen, dass wir stets im Sinne der Gemeinde entschieden haben“, bedankte sich Knoll.
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