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Der Bürgermeister geht: Großaitingen beschließt Haushalt 2026 und verabschiedet Gemeinderäte

Großaitingen

Großaitingen: Haushalt beschlossen und scheidende Räte verabschiedet

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    Bürgermeister Erwin Goßner verabschiedete sich und die Gemeinderäte Karl Müller, Erwin Böckeler und Karl Donderer.
    Bürgermeister Erwin Goßner verabschiedete sich und die Gemeinderäte Karl Müller, Erwin Böckeler und Karl Donderer. Foto: Hieronymus Schneider

    Bevor etwas Wehmut beim Abschied von Bürgermeister Erwin Goßner und vier Gemeinderäten aufkam, hatte der noch amtierende Gemeinderat in seiner letzten Sitzung ein strammes Programm zu bewältigen. Zuerst ging es darum, das Bauvorhaben „Altersgerechtes Wohnen Am Wiesherrgottle“ als gemeindliche Bauleitplanung abzuschließen.

    Der FSV Großaitingen hat für die Durchführung seines Jugendfußball-Vatertags-Turniers mit vielen Gastmannschaften und für die spätere Verwendung vier neue E-Jugendtore bestellt und die Gemeinde um einen Zuschuss gebeten. Auf Vorschlag von Anton Burkhard (FWV/FWG) wurde der Zuschuss als Förderung der Jugendarbeit auf die Hälfte der Anschaffungskosten, maximal 2.175 Euro, angehoben.

    So geht Großaitingen mit Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung um

    Der Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung von Grundschulkindern wird ab September umgesetzt. Ab dem neuen Schuljahr haben Erstklässler bis zum Eintritt in die fünfte Jahrgangsstufe einen Betreuungsanspruch von acht Stunden täglich. Dieser wird von Montag bis Freitag in der Zeit von 7.30 Uhr bis 15.30, in der Ferienbetreuung bis 14.30 Uhr, angeboten.

    Die Tagesgebühr inklusive Mittagessen beträgt 25 Euro, bei der verkürzten Zeit 20 Euro. Die gemeindliche Betreuung hat eine Schließzeit von sieben Wochen, nach dem gesetzlichen Anspruch sind nur vier Wochen Schließzeit vorgesehen. Deshalb wird der Kreisjugendring drei Wochen lang die Betreuung übernehmen. In die Ferienbetreuung werden auch weiterhin die Kinder aus Wehringen aufgenommen.

    Haushalt: Es soll ohne einen Kredit durchs Jahr gehen

    Der Haushalt 2026 wurde nach Erläuterung durch die Kämmerin Monika Holtkamp einstimmig als Satzung beschlossen. Er hat ein Gesamtvolumen von knapp 23,5 Millionen Euro, davon rund 15 Millionen im Verwaltungs- und 8,5 Millionen im Vermögenshaushalt. Zur Finanzierung der vorgesehenen Investitionen ist eine Rücklagenentnahme, aber keine Kreditaufnahme eingeplant. Neben den Anschaffungen für die Grund- und Mittelschule, die Feuerwehr und Wassersperren für den Hochwasserschutz, sowie den Bauhof und PV-Anlagen auf Gemeindegebäuden sind Baumaßnahmen in Höhe von 5,6 Millionen Euro veranschlagt. Für den Erwerb von Grundstücken sind 1,1 Millionen vorgesehen.

    Die Gemeinde verfügt über eine Rücklage von 1,3 Millionen, dazu kommen 4,5 Millionen Euro, die aus dem Jahr 2025 übertragen werden können. Der Schuldenstand wurde von 3,1 auf 2,7 Millionen verringert. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 510 Euro. „Bei der Finanzplanung für die Zukunftsjahre bis 2029 wird der Gemeinderat viel Fingerspitzengefühl benötigen, denn bei Umsetzung aller Maßnahmen würde die Verschuldung auf 5,6 Millionen ansteigen. Andererseits kann man sich auch Aufschiebungen nicht leisten, welche die Gemeinde dann überrollen“, mahnte die Kämmerin.

    Zum Sitzungsende stand der Abschied im Vordergrund

    Bürgermeister Erwin Goßner verabschiedete die aus dem Gremium ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder und überreichte Ihnen ein Geschenk zum Andenken an ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Auch er selbst beendete seine Amtszeit und verabschiedete sich vom Gemeinderat, sowie den Bürgerinnen und Bürgern Gemeinde. Sein bisheriger Stellvertreter und künftige Bürgermeister Klemens Hutter würdigte die Verdienste Goßners, der die Gemeinde zwölf Jahre geprägt und vorangebracht hat. Besonders erwähnte er dessen Einsatz für die Kindergärten und den Umbau des Kanalsystems.

    Diese vier Gemeinderäte wurden verabschiedet

    • Franz Wilhelm: Gemeinderatsmitglied von 1984 bis 1990 und von von 2002 bis 2026
    • Erwin Böckeler: Gemeinderatsmitglied von 2008 bis 2014 und von 2022 bis 2026 als Nachrücker von Josef Bachmaier
    • Karl Donderer: Gemeinderatsmitglied von 2020 bis 2026 als Nachrücker für Dietmar Braunmiller
    • Norbert Müller: Gemeinderatsmitglied von 1996 bis 2008 und von 2023 bis 2026 als Nachrücker für Tobias Harrand
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