Ob im Familienalltag oder der Studenten-WG: Putzen und Haushaltsarbeiten können zeitraubend sein. Wie erledigt man sie effizient und auf welche Hilfsmittel kommt es dabei an? In einem Workshop der Hauswirtschaftsschule Schwabmünchen wurde von Elisa Mader, Lehrkraft für Haus- und Textilpraxis, Expertenwissen an die Teilnehmenden weitergegeben.
Must-haves – welche Putzmittel es wirklich braucht: Es braucht nicht so viele Putzmittel, wie es häufig den Anschein erweckt. Für Küche und Badezimmer sind Spülmittel, Zitronensäure und optional ein WC-Reiniger vollkommen ausreichend. Für Böden und Fenster empfiehlt sich ein Neutralreiniger, der seine Wirkung am besten mit kaltem Wasser entfaltet. Zusätzlich ist ein Putzstein empfehlenswert. Dieser eignet sich aufgrund seines Abperleffekts ideal für Edelstahlspülbecken.
Der Putzstein für den Backofen
Der Putzstein kann auch für die Reinigung des Backofens und Besteckabrieb auf Tellern und in Auflaufformen genutzt werden. Auch ein Schmutzradierer ist hilfreich. Er entfernt Verfärbungen auf Oberflächen, Textilien oder Leder und kann vielseitig eingesetzt werden. Er sollte jedoch nur nass verwendet werden.
Auf die Putzutensilien kommt es an: Auch die Utensilien spielen für ein gutes Ergebnis eine Rolle. Viele Hilfsmittel, die im Workshop vorgestellt wurden, kannten die Teilnehmenden noch nicht. So empfiehlt sich für Steckdosen etwa eine spezielle Steckdosenbürste, um Schmutz und Staub zu entfernen. Für die Fugen in Badezimmer und Küche kann eine Fugenbürste gute Dienste leisten. Anders als etwa eine Zahnbürste hat sie speziell angeordnete Borsten, die sicherstellen, dass auch die Ecken sauber geputzt werden können. Für Spül- und Waschbecken ist außerdem eine Überlaufbürste sinnvoll.
Reinigungsmittel kalt verwenden: Um ein optimales Reinigungsergebnis zu erzielen, kommt es auf das Zusammenspiel von Zeit, Temperatur, Chemie und Mechanik an. Deshalb sollte man stets die Dosierungshinweise auf der Packung beachten. Viele Reinigungsmittel sollten mit kaltem Wasser verwendet werden. Dass warmes Wasser unerlässlich ist, damit Fußböden und Fenster auch wirklich sauber werden, ist ein Mythos. Es sollte stets mit kaltem Wasser geputzt werden, solange es sich nicht um Fettverschmutzungen handelt.
Welche Rolle Farben spielen können: Es kann auch für einen Privathaushalt sinnvoll sein, das Vier-Farben-System beim Putzen zu nutzen. Insbesondere, wenn mehrere Personen im Haushalt leben. Jedem Reinigungsbereich wird dabei eine Farbe zugeordnet. Rot für Toiletten, gelb für die Waschbecken, Dusche und Armaturen, grün für die Küche und blau für Oberflächen. Die Reinigungstextilien wie Schwämme und Lappen sollten dann ebenfalls den Farben entsprechen und ausschließlich in ihrem jeweiligen Bereich genutzt werden. Auf diese Weise können Kontaminationen verhindert und die Hygiene verbessert werden.
Essig auf Armaturen vermeiden
Vorsicht mit Sprühflaschen und Essigreinigern: Bei Sprühflaschen ist Vorsicht geboten: Immer erst auf das Tuch sprühen und nicht auf die Fläche. Dies verhindert das Einatmen der Reinigungsmittel, und der Verbrauch sinkt. Bei der Reinigung von Waschbecken kann Essig auf Armaturen Grünspan verursachen. Als Alternative eignet sich Zitronensäure: Sie reinigt Kalk oft effektiver und gilt zugleich als materialschonender.
Für Küche, Bad und Haushalt braucht es also keine Vielzahl spezieller Reinigungsmittel. Sinnvoller sind eine gut abgestimmte Grundausstattung sowie hochwertige Putzutensilien. Auch für Privatpersonen kann sich der Blick in den Großhandel lohnen, denn Drogeriemärkte bieten bei manchen Produkten nur eine begrenzte Auswahl. Mit den richtigen Hilfsmitteln lassen sich im Alltag eine Menge Zeit, Geld und Nerven sparen.
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